Grab des Indianers Big Charger: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Grab des Indianers William Big Charger auf dem Friedhof der Großen Kirche darf bei der Auflistung der Erinnerungsstätten in Emden nicht fehlen.
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Bei der Auflistung der Erinnerungsstätten in Emden darf das Grab des Indianers William Big Charger auf dem Friedhof der Großen Kirche nicht fehlen.


William Big Charger, geb. am 10. Juli 1872 in Norddakota USA, gehörte mit seiner Ehefrau Julia seit 1926 zu den Showindianern des Sarrasani Zirkus Sarrasani] von Hans Stosch (1873-1934). Weitere drei Engagements folgten zwischen 1928 und 1932.<ref>"rudolf" am 03.03.2024 in: [https://amertribes.proboards.com/thread/1544/lakota-circus-sarrasani www.American-Tribes.com].</ref>
Er wurde am 10. Juli 1872 in North Dakota, USA, geboren und gehörte mit seiner Ehefrau Julia seit 1926 zu den Showindianern des Zirkus Sarrasani von Hans Stosch (1873–1934). Zwischen 1928 und 1932 folgten weitere drei Engagements <ref>Forumsmitglied "rudolf" am 03.03.2024 in: [https://amertribes.proboards.com/thread/1544/lakota-circus-sarrasani www.American-Tribes.com].</ref>


Die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre gefährdete die Existenz des sehr kostenaufwendigen Zirkus Sarrasani, so dass Direktor Stosch seine Aktivitäten nach Belgien und in die Niederlande verlegte. Ein Großbrand am 13. Januar 1932 in Amsterdam, bei dem 12 der 21 Elefanten und ein großer Teil der Kostüme Opfer der Flammen wurden, verschärfte die schwierige wirtschaftliche Situation.
Die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre gefährdete die Existenz des sehr kostenaufwendigen Zirkus Sarrasani, sodass Direktor Stosch seine Aktivitäten nach Belgien und in die Niederlande verlegte. Ein Großbrand am 13. Januar 1932 in Amsterdam, bei dem zwölf der 21 Elefanten und ein großer Teil der Kostüme den Flammen zum Opfer fielen, verschärfte die ohnehin schwierige wirtschaftliche Situation.


Im Frühjahr 1932 stellte Zirkus Sarrasani für ein kurze Gastspiel vom 24. bis 26. Mai<ref>"gregor" am 26.01.2024 in: [https://amertribes.proboards.com/thread/1544/lakota-circus-sarrasani www.American-Tribes.com].</ref> seine Zelte auf dem Emder Viehmarkt an der Hansastraße auf. Die Indianershow war auch für die Emder eine Sensation, orientierte sie sich doch an den von dem populären Schriftsteller Karl May (1842-1912) klischeehaft dargestellten Bildern der Indianer Nord Amerikas.
Im Frühjahr 1932 stellte der Zirkus für ein kurzes Gastspiel vom 24. bis 26. Mai <ref>Forumsmitglied "gregor" am 26.01.2024 in: [https://amertribes.proboards.com/thread/1544/lakota-circus-sarrasani www.American-Tribes.com].</ref> seine Zelte auf dem Emder Viehmarkt an der Hansastraße auf. Die Indianershow war auch für die Emder eine Sensation, orientierte sie sich doch an den klischeehaft dargestellten Bildern der Indianer Nordamerikas, wie sie der populäre Schriftsteller Karl May (1842–1912) schuf.</div></div></div></div>
William Big Charger erkrankte während seines Aufenthalts in Emden und musste zur Behandlung einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht werden. Doch die Ärzte konnten ihn nicht mehr retten: William starb am 27. Mai 1932 um 19:30 Uhr.


William Big Charger erkrankte während seines Aufenthalts in Emden und musste zur Behandlung einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht werden. Doch die Ärzte konnten ihm nicht mehr helfen, William starb am 27. Mai 1932 um 19:30 Uhr.
Als Hans Stosch, der mit dem Zirkus bereits nach Groningen weitergezogen war, von dem traurigen Ereignis erfuhr, charterte er zwei Busse und kam mit allen Sioux-Indianern der Gastspieltruppe und weiteren Artisten, begleitet von der argentinischen Zirkuskapelle, zur Beerdigung nach Emden. Die Stammesbrüder hielten die Totenwache und zogen dann in einem beeindruckenden Umzug durch die Emder Innenstadt zum Friedhof der Großen Kirche.
 
Als Hans Stosch, der mit dem Zirkus bereits nach Groningen weitergezogen war, von dem traurigen Ereignis erfuhr, charterte er zwei Busse und kam mit allen Sioux-Indianern der Gastspieltruppe und weiteren Artisten, begleitet von der argentinischen Zirkuskapelle, zur Beerdigung nach Emden. Die Stammesbrüder hielten die Totenwache und zogen dann in beeindruckendem Umzug durch die Emder Innenstadt zum Friedhof der Großen Kirche.
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Das Grab des Indianers William Big Charger ist bis heute erhalten und wird mithilfe von Spenden gepflegt.
Das Grab des Indianers William Big Charger ist bis heute erhalten geblieben und wird mithilfe von Spenden gepflegt.
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* Die heutige Situation der Oglala-Lakota [https://www.lakota-indianer.com/heutige-situation/Pine-Ridge-Reservation Pine-Ridge-Reservation]
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Version vom 11. Juli 2026, 10:38 Uhr

1926

Bei der Auflistung der Erinnerungsstätten in Emden darf das Grab des Indianers William Big Charger auf dem Friedhof der Großen Kirche nicht fehlen.

Er wurde am 10. Juli 1872 in North Dakota, USA, geboren und gehörte mit seiner Ehefrau Julia seit 1926 zu den Showindianern des Zirkus Sarrasani von Hans Stosch (1873–1934). Zwischen 1928 und 1932 folgten weitere drei Engagements [1]

Die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre gefährdete die Existenz des sehr kostenaufwendigen Zirkus Sarrasani, sodass Direktor Stosch seine Aktivitäten nach Belgien und in die Niederlande verlegte. Ein Großbrand am 13. Januar 1932 in Amsterdam, bei dem zwölf der 21 Elefanten und ein großer Teil der Kostüme den Flammen zum Opfer fielen, verschärfte die ohnehin schwierige wirtschaftliche Situation.

Im Frühjahr 1932 stellte der Zirkus für ein kurzes Gastspiel vom 24. bis 26. Mai [2] seine Zelte auf dem Emder Viehmarkt an der Hansastraße auf. Die Indianershow war auch für die Emder eine Sensation, orientierte sie sich doch an den klischeehaft dargestellten Bildern der Indianer Nordamerikas, wie sie der populäre Schriftsteller Karl May (1842–1912) schuf.

William Big Charger erkrankte während seines Aufenthalts in Emden und musste zur Behandlung einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht werden. Doch die Ärzte konnten ihn nicht mehr retten: William starb am 27. Mai 1932 um 19:30 Uhr.

Als Hans Stosch, der mit dem Zirkus bereits nach Groningen weitergezogen war, von dem traurigen Ereignis erfuhr, charterte er zwei Busse und kam mit allen Sioux-Indianern der Gastspieltruppe und weiteren Artisten, begleitet von der argentinischen Zirkuskapelle, zur Beerdigung nach Emden. Die Stammesbrüder hielten die Totenwache und zogen dann in einem beeindruckenden Umzug durch die Emder Innenstadt zum Friedhof der Großen Kirche.

1932
1932

Das Grab des Indianers William Big Charger ist bis heute erhalten geblieben und wird mithilfe von Spenden gepflegt.

Siehe auch

  • JANßEN, Dietrich (2003): Also, um fünf auf dem Bummel …, Wartberg-Verlag, S. 47-49.
  • WAGNER, Ina (2012): Indianer-Bestattung: "Ich hab' sie beobachten können". In: Emder Zeitung (26.05.2025).
  • KOBER, A. H. (1950): Ich wanderte mit dem Zirkus. In: Badische Illustrierte, Februar 1950.
  • Die heutige Situation der Oglala-Lakota Pine-Ridge-Reservation
  1. Forumsmitglied "rudolf" am 03.03.2024 in: www.American-Tribes.com.
  2. Forumsmitglied "gregor" am 26.01.2024 in: www.American-Tribes.com.

Seite überarbeitet, Stand 10.07.2026