Stadttore auf Faldern

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Ostertor und Brückentor auf Faldern

Bei einer Reinigung des Stadtgrabens und Erbreiterung des Osterpiepentiefes wurde 1461 vermutlich am Ende sowohl der Kleinen Brückstraße wie der Kleinen Osterstraße auch eine hölzerne Brücke mit einem hölzernen Tor errichtet; jenes hieß das Brückentor [im Bild mitte], dieses das Ostertor [im Bild oben].[1]

Altes Boltentor und Altes Neutor
Altes Boltentor und Altes Neutor

Diese Tore waren durch die Vereinigung der Faldern mit der Stadt überflüssig geworden. Das Brückentor wurde 1612 abgebrochen. Das Ostertor war 1590 nach Nord-Faldern verlegt worden. Nun wurde es 1596 durch einen Steinbau ersetzt und erhielt den Namen Norder Tor.[2]

Falderntor

De olde Valdern-Poorte [im Bild rechts unten], das alte Faldernthor am Ostende der Grossen Faldernstrasse vor der Kettenbrücke. Dasselbe nahm den Raum ein, der jetzt [1892] "am Faldernthor" heisst. Der Eingang lag unmittelbar neben dem jetzt noch vorhandenen Gebäude der früheren Stadthalle.[3]

In den oberen Geschossen der 1569 am Falderntor erbauten Halle befanden sich ab 1582 nur kurze Zeit die Verkaufsräume für den Leinwandhandel, wovon das Lagerhaus den Namen "Tuchhalle" erhielt, später aber "Stadthalle" genannt wurde.

Zu gleicher Zeit [1569] entstand am Falderntore, wo zwischen dem Kloster und der Ems der städtische Bauhof lag, eine Geschützgießerei …[4]

Nicht unerwähnt bleiben darf die jetzt [1927] ebenfalls verschwundene malerische Kettenbrücke am Falderntor, eine schon 1596 wahrscheinlich über den 1736 beseitigten Falderntorsiel erbaute, aber seitdem vielfach erneuerte Portalbrücke mit zwei Klappen, welche für die größeren Schiffe mit nicht niederlegbaren Masten geöffnet wurden.[5]

Siehe auch

  1. SIEBERN, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 6., Regierungsbezirk Aurich: H. 1 u. 2, Stadt Emden, Hannover 1927, S. 256.
  2. Ebd. S. 261.
  3. FÜRBRINGER, Leo (1892): Die Stadt Emden in Gegenwart und Vergangenheit, Emden, S 16.
  4. SIEBERN, S. 137.
  5. Ebd. S. 278.