Neues Neutor

Aus Emden-Historisch
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De (Nye) Nye-Poorte, das neue Neuthor am Walle vor der jetzigen Neuthorbrücke.[1]

Zwischen 1606 und 1616, in Zusammenhang mit der Umwallung der Stadterweiterung, wurde es als Tunneltor aus Holz in den Wall gebaut, und auf Magistratsbeschluss von 1676 als Steintor 1679 mit abschließendem Sandsteingiebel erneuert. Es war das jüngste Emder Stadttor.[2]

Auszug Stadtplan Covens (1657)
(Nr. 13: Neues Neutor; Nr. 14: Neues Nordertor; Nr. 16: Altes Nordertor)

Inschrift außen: Premimur sed non supprimimur (Wir werden bedrängt, aber nicht erdrückt).
Beschriftung innen: Collapsa Vetustate Porta Lignea Lateritiam a Fundamentis Re ac Nomine denuo Novam S. P. Q. E. Liberali Manu, sed Mente Libertatis tenace plurimum ad Hoc pluraque opera contribuens (dum Civium Praedia ac opes Ruri praedabatur ac perdebat Hostis ille Mitratus Embdanorum donec vixit osor ac rosor) Urbi Decoro, Civibus, Incolis Patriaeque toti praesidio, Hostibus Obstaculo exstruendam curavit, Primo Lapide posito die 1° Maji Anno Salutis 1679 Portaeque juxta Valli pedem proxime cohaerentem Domum spatiose aedificatam in usum Armamentarii publici eodem pariter Anno coaptavit.[3] (Als das hölzerne Tor vor Alters verfallen war, haben ein steinernes, der Sache wie dem Namen nach neues, von Grund auf erbauen lassen: der Rat und die Bürgerschaft Emdens, die mit freigebiger Hand, aber zähem Freiheitssinn das meiste dazu beitrugen (während die Landgüter und Besitzungen der Bürger auf dem Lande jener Feind mit der Mitra[4] plünderte und verwüstete, der, solange er lebte, ein Hasser und Schädiger der Emder war); der Stadt zur Zierde, den Bürgern und Einwohnern zum Schutz, den Feinden zum Trutz, ward der erste Stein dazu gelegt am 1. Mai des Jahres des Heils 1679).[5]

Im 18. Jahrhundert wurde auf der Stadtseite vor dem Neutor ein Torhäuschen errichtet und 1924 erneuert.[6]

Torhäuschen vor dem Neutor (Siebern, S. 268)
Torhäuschen vor dem Neutor (Siebern, S. 268)

Siehe auch

  1. FÜRBRINGER, Leo (1892): Die Stadt Emden in Gegenwart und Vergangenheit, Emden, S 16.
  2. Vgl. KAPPELHOFF, Bernd (1994): Geschichte der Stadt Emden von 1611 bis 1749. Emden als quasiautonome Stadtrepublik. In: Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. XI, Leer, S. 7-8.
  3. SIEBERN, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 6., Regierungsbezirk Aurich: H. 1 u. 2, Stadt Emden, Hannover 1927, S. 268.
  4. Bischof Christoph Bernhard von Galen (Münster), der 1677 im Auftrag von Fürstin Christine Charlotte bei Oldersum mit seinen Soldaten die Emder Herrlichkeiten brandschatzte und plünderte.
  5. KAPPELHOFF, S. 282.
  6. SIEBERN, S. 268.