Trifolium aureum
Trifolium aureum Oistfrisico-Emdanum
Bis heute ist Timon Rudolphi als Herausgeber dieses zweibändigen Sammelwerks bei der Emdenforschung ein bekannter Name. Die wertvolle Quelle ist in drei Abschnitte unterteilt und enthält handschriftlichen Text, Stadtpläne, Karten von Ostfriesland, Seekarten der Osterems und der Westerems, Werkzeichnungen wichtiger Bauwerke, Entwurfszeichnungen von Schifffahrtskanälen, Flusskorrekturen und Stadterweiterungen sowie Bildnisse ostfriesischer Regenten, Urkunden und Denkschriften aus der ostfriesischen Landes- und der Emder Lokalgeschichte.[1]
Das Werk im Atlasformat[2], das aus persönlicher, enger Verbundenheit zur Emder Geschichte gegen Ende des 17. Jahrhunderts entstand, wird im Emder Stadtarchiv aufbewahrt.
Reiner Sonntag bemerkte im Emder Jahrbuch von 1991 zum Zustand dieser einzigartigen Archivale: "Heute befindet sich das Buch leider in einem beklagenswerten Zustand, der eine baldige Restaurierung gebietet."[3]
Timon Rudolphi
Er wurde um 1620 als Sohn des aus Groningen stammenden Tijmon Rolefs und der Sara van Wingen in Emden geboren. Sara ist die 1592 in Emden geborene Tochter des Ratsherrn Daniel van Wingen. Die Ehe wurde am 5. April in der Kirchengemeinde des Bräutigams in Groningen registriert, die Trauung in Emden fand am 27. April 1617 statt.
Den Bürgereid der Stadt Emden leistete Timon Rudolphi am 5. März 1644. Der Eintrag im Bürgerbuch weist darauf hin, dass er als Bürger der Stadt zu betrachten sei, wobei auf die zweite Ehe seiner Mutter mit dem 1641 verstorbenen Ratsherrn Hans Paul van Santen verwiesen wird.[4]
Am 28. Mai 1651 heiratete Dr. Timon Rudolphi (J. U. D.[5]) in Emden Ayelke Fewen, die Tochter des Bürgermeisters Fewo Fewen. Aus dieser Ehe lassen sich in den Kirchenbüchern der reformierten Kirchengemeinde Emden mindestens drei Söhne nachweisen: Habbo Franz, getauft am 18. April 1654, Rudolphus Fewen, getauft am 13. Oktober 1655, und Conradus, getauft am 2. Januar 1658.[6] Timon Rudolphi heiratete ein zweites Mal im Jahr 1672.[7]
Er begann seine Karriere in der Emder Administration im Jahr 1663 mit der Wahl zum Vierziger, deren Präsidentschaft er 1670 übernahm. 1671 wurde er zum Ratsherrn ernannt. Dieses Amt hatte er bis zu seiner Einsetzung als Bürgermeister im Jahr 1681 inne.
Von 1665 bis 1669 engagierte er sich zudem als Ältester in der französisch-reformierten Kirchengemeinde Emden.
Bürgermeister Dr. Timon Rudolphi starb am 9. März 1683 im Alter von 63 Jahren in Emden.[8]
- ↑ Vgl. SIEBERN, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 6., Regierungsbezirk Aurich: H. 1 u. 2, Stadt Emden, Hannover 1927, S. 252.
- ↑ Als Atlasformat bezeichnet man einen ungefalteten Papierbogen im traditionellen Maß eines römischen Pergamentbogens zwischen 20 x 30 und 30 x 40 cm. (https://www.edlex.de/index.php?title=Atlasformat, 03.04.2026).
- ↑ Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 71-1991, S. 17, Fn 4.
- ↑ Vgl. KANNEGIETER, Else (2013): Die Emder Bürgerbücher 1512-1919, Aurich.
- ↑ (Lat.) Doctor iuris utriusque = Doktor beider Rechte, akademischer Grad, Promotion sowohl im weltlichen als auch im kanonischen Recht.
- ↑ Kirchenbücher der ref. Kirchengemeinde Emden, URL: https://ancestry.de.
- ↑ KANNEGIETER, Bd. 1, S. 548.
- ↑ Series Consulum et Senatorum Embdae de anno 1442, Stadtarchiv Emden.
