Pelzerstraße 11: Unterschied zwischen den Versionen

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|Grundfläche 125 m²
|Grundfläche 125 m²
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Flandrischer Giebel: Das um 1570 errichtete, unlängst [= um 1927] unter Wiederverwendung der Werksteine durch einen Neubau ersetzte Haus war schon Ende des 17. Jahrhunderts im hohen Erdgeschoß umgestaltet worden, im oberen Teil aber fast unberührt geblieben. Die Horizontalgesimse bestanden aus einer vortretenden Backsteinschicht und einem schlichten Sandsteinband mit oberem gotisierenden Simagesims. Die Staffeln wurden eingefaßt von wenig vortretenden Vorlagen, die wie die Wandfläche mit Sandsteinschichten durchsetzt und mit profiliertem Kopfstück ausgestattet waren. Daß sie einst Aufsätze in Form von Kugeln oder Obelisken getragen haben, ist anzunehmen. Die Zwickel der Abtreppung waren nur in der äußeren, in Schwungstücken auslaufenden Begrenzung aus Werkstein hergestellt, und wie diese eine bewegte Linienführung zeigte, war auch die obere Bekrönung von feiner Formgebung.<ref>{{siebern|228-229}}</ref>
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Das Haus Pelzerstraße 11, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut, wurde im 17. Jahrhundert im Erdgeschoss umgestaltet. Dabei scheint auch die ursprüngliche Lage der Küche aufgegeben zu sei, denn im vorderen Teil des Kellers finden sich grüne und braungelbe, glasierte Tonfliesen an den Wänden, und neben in Zickzackmuster verlegten Ziegelsteinen auch am Fußboden. Hier sind die Wasserbacke
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und der Brunnen (Pütte). Die Treppe, welche von der Pelzerstraße hinabführt, liegt in einem mit Luken verschlossenem Kellerhals.<br>
| [[Datei:S-001.jpg|center|x287px|class=notpageimage|Die Nummerierung der Häuser auf diesem Plan ist falsch! Das Eckhaus Nr. 1 ist Am Delft 1 und gehört nicht zur Pelzerstraße]]<small>Verlag W. Schwalbe (1911): Stadtplan Emden</small>
Die jetzige Küche mit Schlafbutze und Kamin ist im hinteren Teil des Kellers untergebracht. Daneben befindet sich ein schmaler Gang mit der Treppe zum Erdgeschoss und einem Ausgang nach der Emsmauerstraße, die nur wenig höher liegt als der Kellerfußboden, da das Gebäude von der Pelzerstraße nach hier fällt. Im Erdgeschoss befand sich nach der Pelzerstraße hin eine geräumige hohe Diele, von der das seitliche Zimmer erst später abgetrennt ist. Das hintere Zimmer in gleicher Höhe, ist aber so niedrig gehalten, dass ein Zwischengeschoss eingefügt werden kann.<br>
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Eine breite Treppe führt zu dem galerieartig ausgebildeten Podest des Zwischengeschosses. Auf einer Wendeltreppe gelangt man weiter in das erste Obergeschoss, das ebenso wie das zweite Obergeschoss und der Dachboden ohne Teilung geblieben ist. Beim Umbau im Jahre 1928 wurde der gesamte Eingang mit den Sandsteinornamenten von der Mitte nach links verlegt, wo er sich noch heute befindet.<br>
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Das Haus gehörte dem Ehepaar Hermann Fritzen (* 21.07.1875 Emden, gest. 1933) oo Nanny Houwine Swart (* 09.05.1880 Emden, gest. 1924), bevor es nach dem Ersten Weltkrieg vom Tischlermeister Amand Tölge gekauft wurde. Die Wohnungen des Hauses waren vermietet an die Familien des Arbeiters Jakob Appel, des Schlossers Johann de Boer und die Rentnerin Frl. D. Metger.<br>
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Heute wird das Haus Pelzerstrasse 11 als Veranstaltungsort und Ausstellungsraum des Ostfriesischen Landesmuseums genutzt, nachdem es in den 1980er Jahren umfassend saniert worden ist.<ref>{{mo-bildba}}</ref>
== Illustrationen ==
<hovergallery>
Pelzerstr11.jpg|Zeichnung 1927
Pelzerstr11_Grundriss.jpg|Grundriss und Querschnitt
Pelzerstrasse11_Mo.jpg|Fam. Appel u. de Boer
Pelzerstr11-JALB.jpg|Pelzerstr. 11 (li) u. 12
Pelzerstr11-eigen.jpg|2022 (privat)
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== Eigentümer und Bewohner ==
== Eigentümer und Bewohner ==
==== Kopfschatzung 1757<ref>HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Aurich, Bd. 1.</ref> ====
<div style="text-align:right;">'''[{{ExpandALL}}]''' | '''[{{CollapseAll}}]'''</div>
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! ''' Kopfschatzung 1757'''<ref>HINRICHS, Wiard (2010): ''Kopfschatzung 1757'', Bd. 1, Aurich.</ref>
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* Ebbo Wilhelm zur Mühlen, Administrator; 1 Knecht
* Ebbo Wilhelm zur Mühlen, Administrator; 1 Knecht
==== Brandversicherungskataster<ref>{{brandka}}</ref> ====
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! colspan="5"|Brandversicherungskataster 1754<ref>''Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend'', StadtA EMD II. 1366.</ref>, 1768-1936<ref>{{brandka}}</ref>
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! Datum!! Eigentümer!! Nachfolger!! Art!! Bd./Bild
! Datum!! Eigentümer!! Nachfolger!! Art!! Bd./Bild
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| 1754 || Adm. Zurmuhlen & Schw.||  || Ein Wohnhaus ||
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| 1808-1819 || Secret. de Pottere|| || Huis|| A20
| 1808-1819 || Secret. de Pottere|| || Huis|| A20
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| 1918-1936 || Hermann Fritzen|| 1923: Amand Tölge|| Wohnhaus|| B46
| 1918-1936 || Hermann Fritzen|| 1923: Amand Tölge|| Wohnhaus|| B46
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==== Adressbuch 1877<ref>{{fürbringer1|46-76}}</ref> ====
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* Metger, Tjaberdina
! colspan="5"|Adress- und Telefonbücher 1864-1941<ref>{{harms1}}</ref>
* Metger, Marie W. A.
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! Jahr!!style="text-align:left;"| Bewohner und Eigentümer (E)
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| 1864 || Frl. D. Metger; Frl. M. Metger
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| 1866 || Tjaberdina S. Metger; Marie W. A. Metger
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| 1867 || Tjaberdina S. Metger; Marie W. A. Metger
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| 1877/78 || Tjaberdina Metger; Marie W. A. Metger
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| 1878/79 || hinzu: Jacob Appel, Arbeiter
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| 1880/81 || Tjaberdina Metger, Partikulierin; Marie W. A. Metger, Partikulierin; Jacob Appel, Arbeiter
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| 1887 || Tjaberdina Metger, Partikulierin (E); Marie W. A. Metger, Partikulierin; Jacob Appel, Arbeiter
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| 1890 || Tjaberdina Metger, Partikulierin; Marie W. A. Metger, Partikulierin; Jacob Appel, Arbeiter (E: Tjaberdina Metger und Marie W. A. Metger)
|-
| 1897 || Tjaberdina Metger, Partikulierin; Andreas Doyen, Reservelotse
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| 1902 || Jacob Appel, Arbeiter; Gerhard Johann de Boer, Schlosser
|-
| 1904 || Dientje Metjer, Rentiere; Frl. Etta Freese; Frl. Dietja Freese
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| 1906/07 || Jakob Appel, Arbeiter; Johann de Boer, Schlosser; Frl. D. Metger, Rentnerin
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| 1911 || Leopold Seidel, Getreidekontrolleur; Bernhard Stuckenbrok, Gewerkschaftsbeamter; Gerd Jonkheimer, Schneider; Max Pels, Viehhändler (E: Hermann Fritzen)
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| 1913/14 || Leopold Seidel, Getreidekontrolleur; Karl Kluß, Zollaufseher (E: Hermann Fritzen)
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| 1925 || Heinrich Theis, Lokomotivführer; Karl Klüß, Zollsekretär; Bruno Klüß, Handlungshilfe; Amand Tölge, Tischlermeister (E)
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| 1927 || Heinrich Theis, Lokomotivführer; Marianne Theis, Telephonistin; Karl Klüß, Zollsekretär; Bruno Klüß, Handlungshilfe; Amand Tölge, Tischlermeister (E)
|-
| 1934 || Ehefrau Gretchen Hartmann; Elli Mampe; Heinrich Theis, Lokomotivführer; Amand Toelge, Tischlermeister
|-
| 1937 || Tini Berends, ohne Beruf; Amand Tölge, Tischlermeister i. R.; Reinhold Mücke, Oberzollschiffer
|}
== Miszellen ==
* 24.08.1903: Brandschaden in Pelzerstraße 10 u. 11 durch ''Kalter Blitzschlag''. Schaden: 110 Mark.<ref>Brandnachweise, {{brandka}}</ref>
* Flandrischer Giebel: Das um 1570 errichtete, unlängst [= um 1927] unter Wiederverwendung der Werksteine durch einen Neubau ersetzte Haus war schon Ende des 17. Jahrhunderts im hohen Erdgeschoß umgestaltet worden, im oberen Teil aber fast unberührt geblieben. Die Horizontalgesimse bestanden aus einer vortretenden Backsteinschicht und einem schlichten Sandsteinband mit oberem gotisierenden Simagesims. Die Staffeln wurden eingefaßt von wenig vortretenden Vorlagen, die wie die Wandfläche mit Sandsteinschichten durchsetzt und mit profiliertem Kopfstück ausgestattet waren. Daß sie einst Aufsätze in Form von Kugeln oder Obelisken getragen haben, ist anzunehmen. Die Zwickel der Abtreppung waren nur in der äußeren, in Schwungstücken auslaufenden Begrenzung aus Werkstein hergestellt, und wie diese eine bewegte Linienführung zeigte, war auch die obere Bekrönung von feiner Formgebung.<ref>{{siebern|228-229}}</ref>
* Das Haus Pelzerstraße 11, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut, wurde im 17. Jahrhundert im Erdgeschoss umgestaltet. Dabei scheint auch die ursprüngliche Lage der Küche aufgegeben zu sei, denn im vorderen Teil des Kellers finden sich grüne und braungelbe, glasierte Tonfliesen an den Wänden, und neben in Zickzackmuster verlegten Ziegelsteinen auch am Fußboden. Hier sind die Wasserbacke und der Brunnen (Pütte). Die Treppe, welche von der Pelzerstraße hinabführt, liegt in einem mit Luken verschlossenem Kellerhals. Die jetzige Küche mit Schlafbutze und Kamin ist im hinteren Teil des Kellers untergebracht. Daneben befindet sich ein schmaler Gang mit der Treppe zum Erdgeschoss und einem Ausgang nach der Emsmauerstraße, die nur wenig höher liegt als der Kellerfußboden, da das Gebäude von der Pelzerstraße nach hier fällt. Im Erdgeschoss befand sich nach der Pelzerstraße hin eine geräumige hohe Diele, von der das seitliche Zimmer erst später abgetrennt ist. Das hintere Zimmer in gleicher Höhe, ist aber so niedrig gehalten, dass ein Zwischengeschoss eingefügt werden kann. Eine breite Treppe führt zu dem galerieartig ausgebildeten Podest des Zwischengeschosses. Auf einer Wendeltreppe gelangt man weiter in das erste Obergeschoss, das ebenso wie das zweite Obergeschoss und der Dachboden ohne Teilung geblieben ist. Beim Umbau im Jahre 1928 wurde der gesamte Eingang mit den Sandsteinornamenten von der Mitte nach links verlegt, wo er sich noch heute befindet.<ref>{{siebern|176-177}}</ref>
</div>
== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
* SCHMIDT, Aiko (2025): ''Das Pelzerhaus 11 zwischen Einsturzgefahr und Restaurierung''. In: Emder Jahrbuch Bd. 105-2025, S. 135-169.
* [[Liste der Häuser Pelzerstraße]]
* [[Liste der Häuser Pelzerstraße]]
* [[:Kategorie:Liste der Straßen|Liste der Straßen]]
* [[:Kategorie:Liste der Straßen|Liste der Straßen]]
== Galerie ==
<references />
<hovergallery>
Pelzerstr11.jpg|Zeichnung 1927
Pelzerstr11_Grundriss.jpg|Grundriss und Querschnitt
Pelzerstrasse11.jpg|Fam. Appel u. de Boer
Pelzerstr11-JALB.jpg|Pelzerstr. 11 u. 12
Pelzerstr11-eigen.jpg|2022
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Version vom 7. Dezember 2025, 09:44 Uhr

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Basisdaten
Altstadt
Kluft 1
Compagnie 2, Nr. 2
Wyk 1
Katasterkarte 1875
Flurkarte 20
Parzelle 472
Grundfläche 125 m²
Die Nummerierung der Häuser auf diesem Plan ist falsch! Das Eckhaus Nr. 1 ist Am Delft 1 und gehört nicht zur Pelzerstraße
Die Nummerierung der Häuser auf diesem Plan ist falsch! Das Eckhaus Nr. 1 ist Am Delft 1 und gehört nicht zur Pelzerstraße
Verlag W. Schwalbe (1911): Stadtplan Emden

Illustrationen

Eigentümer und Bewohner

[] | []
Kopfschatzung 1757[1]
  • Ebbo Wilhelm zur Mühlen, Administrator; 1 Knecht
Brandversicherungskataster 1754[2], 1768-1936[3]
Datum Eigentümer Nachfolger Art Bd./Bild
1754 Adm. Zurmuhlen & Schw. Ein Wohnhaus
1808-1819 Secret. de Pottere Huis A20
1819-1830 Sekretär de Pottere Haus A26
1830-1841 Sekretair de Pottere Prediger Metger Haus A26
1841-1852 Prediger Metger Haus A26
1852-1863 Prediger Metger Haus A24
1863-1872 Prediger Metger Wittwe Erben Haus A24
1872-1877 Metger Wittwe Erben Haus A47
1877-1882 Metger Wittwe Erben Haus A47
1882-1887 Metger Wittwe Erben 1884: Tjabberdina und Maria Metger Haus A47
1887-1892 Tjabberdina und Maria Metger Haus A47
1890-1895 Tjabberdina und Maria Metger Haus A47
1895-1900 Tjabberdina und Maria Metger Haus A49
1900-1905 Tjabberdina und Maria Metger 1903: Tjabberdina Metger Wohnhaus A71
1905-1910 Tjabberdina Metger Wohnhaus A129
1910-1915 Tjabberdina Metger 1911: Hermann Fritzen Wohnhaus A149
1914-1920 Hermann Fritzen Wohnhaus B80
1918-1936 Hermann Fritzen 1923: Amand Tölge Wohnhaus B46
Adress- und Telefonbücher 1864-1941[4]
Jahr Bewohner und Eigentümer (E)
1864 Frl. D. Metger; Frl. M. Metger
1866 Tjaberdina S. Metger; Marie W. A. Metger
1867 Tjaberdina S. Metger; Marie W. A. Metger
1877/78 Tjaberdina Metger; Marie W. A. Metger
1878/79 hinzu: Jacob Appel, Arbeiter
1880/81 Tjaberdina Metger, Partikulierin; Marie W. A. Metger, Partikulierin; Jacob Appel, Arbeiter
1887 Tjaberdina Metger, Partikulierin (E); Marie W. A. Metger, Partikulierin; Jacob Appel, Arbeiter
1890 Tjaberdina Metger, Partikulierin; Marie W. A. Metger, Partikulierin; Jacob Appel, Arbeiter (E: Tjaberdina Metger und Marie W. A. Metger)
1897 Tjaberdina Metger, Partikulierin; Andreas Doyen, Reservelotse
1902 Jacob Appel, Arbeiter; Gerhard Johann de Boer, Schlosser
1904 Dientje Metjer, Rentiere; Frl. Etta Freese; Frl. Dietja Freese
1906/07 Jakob Appel, Arbeiter; Johann de Boer, Schlosser; Frl. D. Metger, Rentnerin
1911 Leopold Seidel, Getreidekontrolleur; Bernhard Stuckenbrok, Gewerkschaftsbeamter; Gerd Jonkheimer, Schneider; Max Pels, Viehhändler (E: Hermann Fritzen)
1913/14 Leopold Seidel, Getreidekontrolleur; Karl Kluß, Zollaufseher (E: Hermann Fritzen)
1925 Heinrich Theis, Lokomotivführer; Karl Klüß, Zollsekretär; Bruno Klüß, Handlungshilfe; Amand Tölge, Tischlermeister (E)
1927 Heinrich Theis, Lokomotivführer; Marianne Theis, Telephonistin; Karl Klüß, Zollsekretär; Bruno Klüß, Handlungshilfe; Amand Tölge, Tischlermeister (E)
1934 Ehefrau Gretchen Hartmann; Elli Mampe; Heinrich Theis, Lokomotivführer; Amand Toelge, Tischlermeister
1937 Tini Berends, ohne Beruf; Amand Tölge, Tischlermeister i. R.; Reinhold Mücke, Oberzollschiffer

Miszellen

  • 24.08.1903: Brandschaden in Pelzerstraße 10 u. 11 durch Kalter Blitzschlag. Schaden: 110 Mark.[5]
  • Flandrischer Giebel: Das um 1570 errichtete, unlängst [= um 1927] unter Wiederverwendung der Werksteine durch einen Neubau ersetzte Haus war schon Ende des 17. Jahrhunderts im hohen Erdgeschoß umgestaltet worden, im oberen Teil aber fast unberührt geblieben. Die Horizontalgesimse bestanden aus einer vortretenden Backsteinschicht und einem schlichten Sandsteinband mit oberem gotisierenden Simagesims. Die Staffeln wurden eingefaßt von wenig vortretenden Vorlagen, die wie die Wandfläche mit Sandsteinschichten durchsetzt und mit profiliertem Kopfstück ausgestattet waren. Daß sie einst Aufsätze in Form von Kugeln oder Obelisken getragen haben, ist anzunehmen. Die Zwickel der Abtreppung waren nur in der äußeren, in Schwungstücken auslaufenden Begrenzung aus Werkstein hergestellt, und wie diese eine bewegte Linienführung zeigte, war auch die obere Bekrönung von feiner Formgebung.[6]
  • Das Haus Pelzerstraße 11, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut, wurde im 17. Jahrhundert im Erdgeschoss umgestaltet. Dabei scheint auch die ursprüngliche Lage der Küche aufgegeben zu sei, denn im vorderen Teil des Kellers finden sich grüne und braungelbe, glasierte Tonfliesen an den Wänden, und neben in Zickzackmuster verlegten Ziegelsteinen auch am Fußboden. Hier sind die Wasserbacke und der Brunnen (Pütte). Die Treppe, welche von der Pelzerstraße hinabführt, liegt in einem mit Luken verschlossenem Kellerhals. Die jetzige Küche mit Schlafbutze und Kamin ist im hinteren Teil des Kellers untergebracht. Daneben befindet sich ein schmaler Gang mit der Treppe zum Erdgeschoss und einem Ausgang nach der Emsmauerstraße, die nur wenig höher liegt als der Kellerfußboden, da das Gebäude von der Pelzerstraße nach hier fällt. Im Erdgeschoss befand sich nach der Pelzerstraße hin eine geräumige hohe Diele, von der das seitliche Zimmer erst später abgetrennt ist. Das hintere Zimmer in gleicher Höhe, ist aber so niedrig gehalten, dass ein Zwischengeschoss eingefügt werden kann. Eine breite Treppe führt zu dem galerieartig ausgebildeten Podest des Zwischengeschosses. Auf einer Wendeltreppe gelangt man weiter in das erste Obergeschoss, das ebenso wie das zweite Obergeschoss und der Dachboden ohne Teilung geblieben ist. Beim Umbau im Jahre 1928 wurde der gesamte Eingang mit den Sandsteinornamenten von der Mitte nach links verlegt, wo er sich noch heute befindet.[7]

Siehe auch

  1. HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Bd. 1, Aurich.
  2. Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend, StadtA EMD II. 1366.
  3. Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
  4. FELDMANN, Thomas/HARMS, Thorsten (†): Emder Häuserbuch, unveröffentlicht.
  5. Brandnachweise, Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
  6. SIEBERN, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 6., Regierungsbezirk Aurich: H. 1 u. 2, Stadt Emden, Hannover 1927, S. 228-229.
  7. SIEBERN, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 6., Regierungsbezirk Aurich: H. 1 u. 2, Stadt Emden, Hannover 1927, S. 176-177.