Denkmale Großer Kurfürst und Friedrich der Große

Aus Emden-Historisch
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Die Bronzestandbilder des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg (1620-1688) und des preußischen Königs Friedrich II. (1712-1786), genannt Friedrich der Große und bekannt als Der Alte Fritz, standen in prominenter Lage im Stadtgarten vor dem Emder Rathaus, überragt vom 1896 eingeweihten Denkmal für Kaiser Wilhelm I.

Die Initiative für diese Denkmale ging von Oberbürgermeister Fürbringer aus, der sich einen Nachguss der in der Berliner Siegesallee stehenden Marmorstatuen vorstellte. Das Standbild des Großen Kurfürsten fertigte der Berliner Bildhauer Fritz Schaper (1841-1919), und das Denkmal für Friedrich den Großen entstand durch Joseph Uphues.

Mitte des Jahres 1900 lag die kaiserliche Genehmigung für den Nachguss und die Zustimmung der beiden Künstler vor. Bürgervorsteher und Magistrat der Stadt Emden stimmten der Durchführung ebenso zu.

Anfangs hoffte man, das bronzene Standbild von Friedrich II., das sich zur Weltausstellung in Paris befand[1], günstig erwerben zu können, aber der Kaiser hatte anderes damit vor. So musste für beide Denkmale eine bronzene Reproduktion in Auftrag gegeben werden. Die Postamente fertigte die Fa. Gebrüder Küsthardt in Hildesheim aus grauem, schlesischem Granit.

Im Juli 1901 trafen die Statuen in Emden ein und alles wurde für die Enthüllung der Denkmale durch den Kaiser in Zusammenhang mit der Einweihung der Hafenerweiterung am 7. August 1901 vorbereitet.

Doch wegen der Verschlechterung des Gesundheitszustands seiner Mutter eilte der Kaiser kurzfristig an ihr Krankenbett und musste seine Teilnahme an den Feierlichkeiten absagen. Trotz des Ablebens von "Kaiserin Friedrich" am 5. August 1901 auf Schloss Friedrichshof, fand auf Wunsch des Kaisers am 16. August 1901 in Emden die Enthüllung der Denkmale und die Einweihung der Hafenerweiterung in einer stillen Feier ohne kaiserliche Anwesenheit statt.

Nach dem zweiten Weltkrieg lagerten die noch intakten Bronzen für viele Jahre im Emder Bauhof. Auf Bitten des Leiters des Entwässerungsverbands schenkte ihnen die Stadtverwaltung 1969 die Statuen zur Einweihung des Siel und Schöpfwerks an der Knock, wo sie noch heute rechts und links der Straße auf einer Mauer stehen.[2]

Siehe auch

Galerie Friedrich Wilhelm I. (Der Große Kurfürst)

Galerie Friedrich II. (Der Alte Fritz)


  1. Der Magistrat der Stadt Emden hatte auch ein Exponat nach Paris geschickt: "Modell eines Kriegsschiffes aus dem 17. Jahrhundert" (Amtlicher Katalog der Ausstellung des Deutschen Reichs: Nr. 2083, S. 216).
  2. ARNDT, Karl (2010): Emdens "Ära Fürbringer" in ihren Denkmälern, Teil 3. In: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 90-2010, S. 130-171.