Altes Neutor

Aus Emden-Historisch

De olde Nye-Poorte, das alte "Neuthor" in der Neuthorstrasse beim früheren Neupfortsiel zwischen dem jetzigen [1892] Pels’schen und Kappelhoff’schen Hause, mit vier Thürmchen geziert.[1]

Die doppelte Zwingeranlage des alten Neutors (rechts), überbrückte den doppelten Stadtgraben in nördliche Richtung.[2]

Altes Boltentor und Altes Neutor
Altes Boltentor und Altes Neutor

Dieses Stadttor ist wahrscheinlich 1510 errichtet und 1593 aus Back- und Sandsteinen erneuert worden. Sein Satteldach war mit Schiefer gedeckt, der Giebel geschmückt mit den Wappen von Ostfriesland, Schweden (zu Ehren der Gemahlin Edzard II., Katharina, einer schwedischen Prinzessin) und Emden. Es war das repräsentativste Stadttor Emdens.[3] und ist bis in die 1730er/1740er Jahre dort gestanden.[4]

Altes Neutor (Siebern, S. 260)
Altes Neutor (Siebern, S. 260)

Für die Löschung und Beladung kleiner Binnenschiffe stand hier eine Wippe. Das Ufer war dafür stufenförmig angelegt (Stigt).[5]

Wippe oder Winde
Wippe oder Winde

Für den Frachtverkehr, den die Fuhrleute auszuführen hatten, standen hier mehrere Fuhrwerke bereit.[6]

Siehe auch

  1. FÜRBRINGER, Leo (1892): Die Stadt Emden in Gegenwart und Vergangenheit, Emden, S 16.
  2. Vgl. SIEBERN, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 6., Regierungsbezirk Aurich: H. 1 u. 2, Stadt Emden, Hannover 1927, S. 258.
  3. Vgl. ebd., S. 260.
  4. Vgl. KAPPELHOFF, Bernd (1994): Geschichte der Stadt Emden von 1611 bis 1749. Emden als quasiautonome Stadtrepublik. In: Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. XI, Leer, S. 282.
  5. Vgl. ebd. S. 410.
  6. Vgl. ebd. S. 411