Dörnse
Aus Emden-Historisch

Aus Platzgründen waren die Häuser in der Altstadt meistens sehr schmal und tief mit einem steilen, hohen Dach.
Ihr eigentümliches Merkmal ist der geöffnete Vorflur, das Vorhaus, das nicht blos als Laden oder Werkstatt, sondern auch als Warte- oder Erholungsraum diente.
[…] Als man später mehr Räume brauchte, mag dieser Vorraum den Bewohnern zu groß und unausgenutzt erschienen sein. […] Infolgedessen trennte man einen Teil seitwärts durch eine Holzwand ab. Den Raum, den man so erhielt, der also direkt neben der Eingangstür liegt, nannte man und nennt man noch heute [1913] Dörnse.[1]
- ↑ MÄHLMANN, Karl (1913): Das Wohnhaus Alt-Emdens vom 15. bis 19. Jahrhundert, Bromberg, S. 12.
