Denkmal Heinrich von Stephan
Die ersten Überlegungen, in Emden ein Denkmal für den Staatssekretär und Reichspostminister Stephan (1831–1897) zu errichten, gab es bereits 1884, doch es sollten noch zehn Jahre vergehen, bis ein Denkmalkomitee gegründet wurde.
Oberbürgermeister Leo Fürbringer warb bei ausgewählten Persönlichkeiten um Spenden und am 21. Januar 1895 auch öffentlich in der "Ostfriesischen Zeitung" für das Projekt. Doch die Finanzierung blieb schwierig.
Den Auftrag für den Entwurf erhielt der in Emden durch seine Arbeiten am Enno-Grab "rühmlich bekannt" gewordene Bildhauer Georg Küsthardt (1863–1903). Da ihm Heinrich von Stephan bereitwillig Modell saß, war es dem Künstler möglich, das Büstenmonument "nach dem Leben" anzufertigen. Die Berliner Bronzegießerei Gladenbeck & Sohn fertigte den Guss an. Das Ergebnis wurde von allen Beteiligten hochgelobt.
Die von einer großen Feier umrahmte Enthüllung fand am 15. April 1896 statt. Der Geehrte konnte aufgrund dienstlicher Verpflichtungen nicht anwesend sein. Als Standort wählte man einen Platz vor dem Post- und Telegraphengebäude. Nur auf alten Postkarten mit unscharfen Abbildungen lässt sich der ehemalige Standort ungefähr festlegen.Emden verdankte Heinrich von Stephan die Zentrierung des telegrafischen Weltgeschehens in der Stadt. Auf seine Veranlassung hin konnte von 1876 bis 1879 das repräsentative Gebäude des Kaiserlichen Post- und Telegraphenamts errichtet und am 21. April 1879 eingeweiht werden.
Die Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstörten nicht nur dieses Gebäude, von dem nur ein Teil an der Großen Osterstraße erhalten blieb, sondern beschädigten auch die Büste, die "von Sprengstücken durchlöchert vom Sockel fiel" [1].
Am 22. April 1956 konnte das wiederhergestellte Monument an seinem neuen Standort in einer Grünanlage an der Stephanstraße enthüllt werden. Es steht auch heute noch an diesem Platz. [2]
Galerie
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ehemaliger Standort
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Telegraphenamt
Seite überarbeitet, Stand 10.07.2026
