Herrentor

Aus Emden-Historisch

De Heere-Poorte, das Herrenthor, vor dem südlichen Ende der jetzigen [1892] Neuen Strasse bezw. südlich vom jetzigen Wallaufgange vor oder neben dem heutigen Herrenthortiefe.[1]

Im Südosten, auf dem Wege von Borssum, bildete das Herrentor den Zugang, 1596 anstelle des älteren Holtenpoort auf Veranlassung von Bürgermeister und Rat aus Stein gebaut. Der Giebel der Außenseite war mit zwei Sandsteinsäulen besetzt, auf denen Löwen das ostfriesische Landes- und das Emder Stadtwappen hielten. Die Inschrift lautete: "Doe men schreef 1596 in't gemeen: is an dese Heere-Poorte gelegt de eerste Steen. Soli Deo Gloria". Seinen Namen hatte es von seinen Auftraggebern im Rathaus, die u.a. mit diesem Bauwerk ihren Anspruch auf Autonomie von der Landesherrschaft bekräftigten. Eine Abbildung dieses 1821 abgebrochenen Tores ist nicht bekannt.[2]

Ein vorgebauter Ravelin, einem Wallschild vor dem Hauptwall, sorgte ab 1612/1616 für mehr Sicherheit.[3]

Zur Be- und Entladung kleiner Binnenschiffe stand hier eine Wippe.[4]

Wippe oder Winde
Wippe oder Winde

Siehe auch

  1. FÜRBRINGER, Leo (1892): Die Stadt Emden in Gegenwart und Vergangenheit, Emden, S 16.
  2. KAPPELHOFF, Bernd (1994): Geschichte der Stadt Emden von 1611 bis 1749. Emden als quasiautonome Stadtrepublik. In: Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. XI, Leer, S. 6.
  3. Vgl. ebd.
  4. Vgl. ebd. S. 410.