Schaffer
Nach der Beliebung[1] der Emder Schiffergilde wurden Oldermannen, Schaffer und Mitglieder eingesetzt, Eintrittsgebühren etc. geregelt. Ordentliche Mitglieder mussten jährlich einen Gulden leihen und an Lichtmess mit Zinsen zurückgeben.[2]
Schaffer wurden nach einem Jahr ersetzt. Einmal im Jahr musste der Schaffer eine Mahlzeit auf eigene Kosten geben.
... Deese heft de Maaltyt niet gegeven, ... wegens inquartieringh en is van Hren Borgemr. en Raht toegestaen.[3]
Der Schaffer, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, für das folgende Schaffner, unmittelbar von schaffen. So werden in Nürnberg die ältesten Diaconi an den beyden Hauptkirchen Schaffer genannt, weil sie alle Pfarrverrichtungen in der Stadt anzuordnen haben.[4]
Schaffer ...
b) in kirchlicher beziehung schaffer diaconus, archidiaconus ...
d) im nieders. ist schaffer der anordner und besorger einer mahlzeit in gilden oder brüderschaften ... [5]
- ↑ Einwilligung, Genehmigung; Beschluss, Vereinbarung’ , auch ‘angenommener Brauch, Satzung’ (Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung).
- ↑ Stracke, Johannes C. (1971): Geistige Laienbruderschaften im ausgehenden Mittelalter. In: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 51_1971, S. 35-64.
- ↑ ECKE, Karl (1986): Die Emder Schiffergilde, S. 56
- ↑ Adelung, 1793
- ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, 1892
