Denkmal Carl Schweckendieck: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Emder Hafen und Carl Schweckendieck sind bis heute untrennbar miteinander verbunden.
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Der Emder Hafen und [[SCHWECKENDIECK, Carl|Carl Schweckendieck]] sind bis heute untrennbar miteinander verbunden.


[[SCHWECKENDIECK, Carl|Carl Schweckendieck]] als Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat im preußischen Ministerium für öffentliche Arbeiten in Berlin verstand es, sich „für die Wiederherstellung der Grundlagen des Wohlstandes seiner Vaterstadt“ erfolgreich einzusetzen.
Als Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat im preußischen Ministerium für öffentliche Arbeiten in Berlin verstand er es, sich erfolgreich für die "Wiederherstellung der Grundlagen des Wohlstandes seiner Vaterstadt" einzusetzen.


Seine Bemühungen zusammen mit Oberbürgermeister [[FÜRBRINGER, Leo|Führbringer]] und dem Emder Magistrat führten zum Ausbau des Binnenhafens und dem Bau des Außenhafens, sowie die in diesem Zusammenhang durchgeführte Emsvertiefung. Auch mit dem Bau des Ems-Jade-Kanal Ems-Jade-Kanals] und dem Dortmund-Ems-Kanal Dortmund-Ems-Kanals], zwei für die Entwicklung der Emder Wirtschaft wichtige Projekte, war er eng verbunden.
Seine Bemühungen zusammen mit Oberbürgermeister [[FÜRBRINGER, Leo|Führbringer]] und dem Emder Magistrat führten zum Ausbau des Binnenhafens, zum Bau des Außenhafens und zur in diesem Zusammenhang durchgeführten Emsvertiefung. Auch mit dem Bau des '''Ems-Jade-Kanals''' und des '''Dortmund-Ems-Kanals''', zwei für die Entwicklung der Emder Wirtschaft wichtige Projekte, war er eng verbunden.


Am 26. September 1901 erfolgte die Einweihung des Hafenausbaues und vier Tage später überreichte ihm der Oberbürgermeister den Ehrenbürgerbrief Emdens. Damit verbunden war die Umbenennung eines Teils der Nesserlanderstraße in Schweckendieckstraße.
Am 26. September 1901 erfolgte die Einweihung des Hafenausbaus. Vier Tage später wurde ihm der Ehrenbürgerbrief Emdens überreicht. Damit verbunden war die Umbenennung eines Teils der Nesserlanderstraße in Schweckendieckstraße.


Der Wunsch, diesem verdienten Emder zu Lebzeiten ein Denkmal in der Öffentlichkeit zu setzen, war nach altem Brauch nicht üblich. So einigte man sich auf eine Büste aus Gips, die ihren Platz im Rathaussaal fand. Den Entwurf dazu machte der Berliner Bildhauer Heinrich August Walger (1829-1909).
Diesem verdienten Emder schon zu Lebzeiten ein Denkmal zu setzen, war damals nicht üblich. So einigte man sich auf eine Gipsbüste, die im Rathaussaal aufgestellt wurde. Den Entwurf dazu machte der Berliner Bildhauer Heinrich August Walger (1829–1909).</div></div></div></div>
Nach Schweckendiecks Ableben im Jahr 1906 diskutierte man erneut die Errichtung eines Denkmals in der Öffentlichkeit. Aufgrund der noch laufenden Bautätigkeiten am geplanten Aufstellungsort (Schweckendieckplatz) kam es jedoch vorerst zu keiner Umsetzung. Stattdessen einigten sich die Verantwortlichen im Jahr 1907 darauf, einen Bronzeabguss des Gipsmodells durch die Berliner Firma [https://www.schaeffer-walcker.de/unternehmen/geschichte Schäffer & Walcker] anfertigen zu lassen.


Nach dem Ableben Schweckendiecks 1906 diskutierte man erneut die Errichtung eines Denkmals in der Öffentlichkeit, aber aufgrund der noch laufenden Bautätigkeiten am geplanten Aufstellungsort kam es zu keiner Umsetzung. Stattdessen einigten sich die Verantwortlichen 1907 darauf, einen Bronzeabguss des Gipsmodells durch die Berliner Fa. [https://www.schaeffer-walcker.de/unternehmen/geschichte Schäffer & Walcker] anfertigen zu lassen.
Jahre später entschied sich die Kommission bezüglich eines öffentlichen Denkmals für das Angebot des Bildhauers Anton Rüller (1864–1936) aus Münster. Am 11. April 1913 wurde ihm der Auftrag für eine Büste aus weißem Tiroler Laaser Marmor auf einem Sockel aus poliertem rotem Granit erteilt.


Jahre später entschied sich die Kommission bzgl. eines öffentlichen Denkmals für das Angebot des Bildhauers Anton_R%C3%BCller Anton Rüller] (1864-1936) aus Münster. Ihm wurde am 11.04.1913 Auftrag erteilt für die Büste aus weißem Tiroler Laaser Marmor, auf einem Sockel aus poliertem rotem Granit stehend.
Die Einweihung am 2. Juli 1915 fand aufgrund der politischen Umstände in kleinem Rahmen statt.


Die Einweihung am 2. Juli 1915 fand, den politischen Umständen geschuldet, in kleinem Rahmen statt.
Der Standort des Denkmals wurde bis heute beibehalten.<ref>ARNDT, Karl (2011): ''Emdens "Ära Fürbringer" in ihren Denkmälern'', Teil 4. In: {{ej|91-2011|61-73}}</ref>
 
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Der Standort des Denkmals ist bis heute beibehalten.<ref>ARNDT, Karl (2011): ''Emdens "Ära Fürbringer" in ihren Denkmälern'', Teil 4. In: {{ej|91-2011|61-73}}</ref>
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== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
* SCHWECKENDIEK, Carl (1901): [https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6:1-14454 ''Festschrift zur Eröffnung des neuen Emder Seehafens durch Seine Majestät den Kaiser und König Wilhelm II. im August 1901''], Berlin.
* SCHWECKENDIEK, Carl (1901): [https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6:1-14454 ''Festschrift zur Eröffnung des neuen Emder Seehafens durch Seine Majestät den Kaiser und König Wilhelm II. im August 1901''], Berlin.
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[[Kategorie:Denkmale in Emden|D05]]
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Aktuelle Version vom 11. Juli 2026, 10:21 Uhr

Schweckendieckplatz (2025)

Der Emder Hafen und Carl Schweckendieck sind bis heute untrennbar miteinander verbunden.

Als Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat im preußischen Ministerium für öffentliche Arbeiten in Berlin verstand er es, sich erfolgreich für die "Wiederherstellung der Grundlagen des Wohlstandes seiner Vaterstadt" einzusetzen.

Seine Bemühungen zusammen mit Oberbürgermeister Führbringer und dem Emder Magistrat führten zum Ausbau des Binnenhafens, zum Bau des Außenhafens und zur in diesem Zusammenhang durchgeführten Emsvertiefung. Auch mit dem Bau des Ems-Jade-Kanals und des Dortmund-Ems-Kanals, zwei für die Entwicklung der Emder Wirtschaft wichtige Projekte, war er eng verbunden.

Am 26. September 1901 erfolgte die Einweihung des Hafenausbaus. Vier Tage später wurde ihm der Ehrenbürgerbrief Emdens überreicht. Damit verbunden war die Umbenennung eines Teils der Nesserlanderstraße in Schweckendieckstraße.

Diesem verdienten Emder schon zu Lebzeiten ein Denkmal zu setzen, war damals nicht üblich. So einigte man sich auf eine Gipsbüste, die im Rathaussaal aufgestellt wurde. Den Entwurf dazu machte der Berliner Bildhauer Heinrich August Walger (1829–1909).

Nach Schweckendiecks Ableben im Jahr 1906 diskutierte man erneut die Errichtung eines Denkmals in der Öffentlichkeit. Aufgrund der noch laufenden Bautätigkeiten am geplanten Aufstellungsort (Schweckendieckplatz) kam es jedoch vorerst zu keiner Umsetzung. Stattdessen einigten sich die Verantwortlichen im Jahr 1907 darauf, einen Bronzeabguss des Gipsmodells durch die Berliner Firma Schäffer & Walcker anfertigen zu lassen.

Jahre später entschied sich die Kommission bezüglich eines öffentlichen Denkmals für das Angebot des Bildhauers Anton Rüller (1864–1936) aus Münster. Am 11. April 1913 wurde ihm der Auftrag für eine Büste aus weißem Tiroler Laaser Marmor auf einem Sockel aus poliertem rotem Granit erteilt.

Die Einweihung am 2. Juli 1915 fand aufgrund der politischen Umstände in kleinem Rahmen statt.

Der Standort des Denkmals wurde bis heute beibehalten.[1]

Siehe auch

Seite überarbeitet, Stand 10.07.2026


  1. ARNDT, Karl (2011): Emdens "Ära Fürbringer" in ihren Denkmälern, Teil 4. In: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 91-2011, S. 61-73.