Denkmal Carl Schweckendieck

Aus Emden-Historisch
Schweckendieck-Platz (2025)
Schweckendieck-Platz (2025)

Der Emder Hafen und Carl Schweckendieck sind bis heute untrennbar miteinander verbunden.

Carl Schweckendieck als Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat im preußischen Ministerium für öffentliche Arbeiten in Berlin verstand es, sich „für die Wiederherstellung der Grundlagen des Wohlstandes seiner Vaterstadt“ erfolgreich einzusetzen.

Seine Bemühungen zusammen mit Oberbürgermeister Führbringer und dem Emder Magistrat führten zum Ausbau des Binnenhafens und dem Bau des Außenhafens, sowie die in diesem Zusammenhang durchgeführte Emsvertiefung. Auch mit dem Bau des Ems-Jade-Kanal Ems-Jade-Kanals] und dem Dortmund-Ems-Kanal Dortmund-Ems-Kanals], zwei für die Entwicklung der Emder Wirtschaft wichtige Projekte, war er eng verbunden.

Am 26. September 1901 erfolgte die Einweihung des Hafenausbaues und vier Tage später überreichte ihm der Oberbürgermeister den Ehrenbürgerbrief Emdens. Damit verbunden war die Umbenennung eines Teils der Nesserlanderstraße in Schweckendieckstraße.

Der Wunsch, diesem verdienten Emder zu Lebzeiten ein Denkmal in der Öffentlichkeit zu setzen, war nach altem Brauch nicht üblich. So einigte man sich auf eine Büste aus Gips, die ihren Platz im Rathaussaal fand. Den Entwurf dazu machte der Berliner Bildhauer Heinrich August Walger (1829-1909).

Nach dem Ableben Schweckendiecks 1906 diskutierte man erneut die Errichtung eines Denkmals in der Öffentlichkeit, aber aufgrund der noch laufenden Bautätigkeiten am geplanten Aufstellungsort kam es zu keiner Umsetzung. Stattdessen einigten sich die Verantwortlichen 1907 darauf, einen Bronzeabguss des Gipsmodells durch die Berliner Fa. Schäffer & Walcker anfertigen zu lassen.

Jahre später entschied sich die Kommission bzgl. eines öffentlichen Denkmals für das Angebot des Bildhauers Anton_R%C3%BCller Anton Rüller] (1864-1936) aus Münster. Ihm wurde am 11.04.1913 Auftrag erteilt für die Büste aus weißem Tiroler Laaser Marmor, auf einem Sockel aus poliertem rotem Granit stehend.

Die Einweihung am 2. Juli 1915 fand, den politischen Umständen geschuldet, in kleinem Rahmen statt.

Der Standort des Denkmals ist bis heute beibehalten.[1]

Siehe auch


  1. ARNDT, Karl (2011): Emdens "Ära Fürbringer" in ihren Denkmälern, Teil 4. In: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 91-2011, S. 61-73.