Alter Markt 11

Aus Emden-Historisch
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Basisdaten
Altstadt
Kluft 2
Compagnie 7, Nr. 64
Wyk 2
Katasterkarte 1875
Flurkarte 20
Parzelle 95
Grundfläche 145 m²
Verlag W. Schwalbe (1911): Stadtplan Emden

Hinweis

  • Am Haus festgestellte Jahreszahl 1649[1]

Illustrationen

Eigentümer und Bewohner

[] | []
Kopfschatzung 1757[2]
  • Ayelt [Janssen] Crull, Kaufmann und Frau; 1 Magd
Brandversicherungskataster 1754[3], 1768-1936[4]
Datum Eigentümer Nachfolger Art Bd./Bild
1754 Eyelt Krul Ein Wohnhaus
1808-1819 van Holten Huis A109
1819-1830 van Holten W. G. v. Holten Haus A133
1830-1841 W. G. v. Holten J. W. Rodewyck Wittwe Haus, Angebäude A129
1841-1852 J. W. Rodewyk Wittwe Henriette Heyl geb. Rodewyk in Meppen Haus, Angebäude A128
1852-1863 Henriette Heyl geb. Rodewyk in Meppen Haus, Angebäude A127
1863-1872 Henriette Heyl geb. Rodewyk in Meppen Haus, Angebäude A126
1872-1877 Henriette Heyl geb. Rodewyk Haus, Angebäude A102
1877-1882 Henriette Heyl geb. Rodewyk Haus, Angebäude A102
1882-1887 Henriette Heyl geb. Rodewyk 1884: R. L. Hesse Haus, Angebäude A102
1887-1892 R. L. Hesse 1888: L. R. Hesse Haus, Angebäude A97
1890-1895 L. R. Hesse Haus, Angebäude A98
1895-1900 L. R. Hesse 1900: W. Schwalbe Haus, Angebäude A108
1900-1905 W. Schwalbe 1905: Walther Schwalbe, Möbelgeschäft Wohn- und Geschäftshaus, Zwischenbau, nordw. Hintergebäude, südw. Abort A150
1905-1910 Walther Schwalbe, Möbelgeschäft Wohn- und Geschäftshaus, Zwischenbau, nordw. Hintergebäude, südw. Abort B36
1910-1915 Walther Schwalbe, Möbelgeschäft Wohn- und Geschäftshaus, Zwischenbau, nordw. Hintergebäude, südw. Abort B6
1914-1920 Walther Schwalbe, Möbelgeschäft Wohn- und Geschäftshaus, Zwischenbau, nordw. Hintergebäude, südw. Abort C11
1918-1936 Walther Schwalbe, Möbelgeschäft 1926: Sufried S. Burmeister Wohn- und Geschäftshaus, Zwischenbau, nordw. Hintergebäude, südw. Abort, Rohbauschuppen C7
Adress- und Telefonbücher 1864-1941[5]
Jahr Bewohner und Eigentümer (E)
1864 Otto Reints, Schiffskapitän; J. J. Winter, Lehrer a. D.
1866 Wwe. Luitje B. Ruyl; Luitje L. Ruyl, Partikulier; Johann Ruyl, Steuermann; Hinderk L. Ruyl, Steuermann
1867 Wwe. Luitje B. Ruyl; Luitje L. Ruyl, Partikulier; Johann Ruyl, Steuermann; Hinderk L. Ruyl, Steuermann
1877/78 Franz J. Schulmeyer, Obertelegraphist; Emanuel H. V. Stürenburg, Makler; Johann Stürenburg, Geschäftsführer
1878/79 hinzu: Richard Schneider, Schornsteinfeger; Marten Worringer, Schornsteinfegergeselle
1880/81 H. J. Klaasen, Kommissionär
1887 Hermann Müller, Navigationslehrer; Friedrich Müller, Taubstummenlehrer; Meta Müller, Lehrerin (E: R. L. Hesse in Weener)
1890 Hermann Müller, Navigationslehrer; Meta Müller, Lehrerin (E: L. R. Hesse in Weener)
1897 Wwe. Hinrich Woortmann; Isaac Diedrich Woortmann, Auktionator und Rechnungssteller
1902 Isaak Diedrich Woortmann, Auktionator und Rechnungssteller; Gerd Swart, Schiffszimmermann
1904 Heio van Norden Nachfolger, Möbel- und Dekorationsgeschäft; Salusch Hein, Kaufmann und Dekorateur
1911 Suffried Burmeister, Manufakturwarenhändler (E: Walter Schwalbe)
1913/14 Sufried Burmeister, Manufakturwarenhändler (E: W. Schwalbe)
1925 Sufried Burmeister, Herrenkonfektion (E); Emma Kruse, Hausmädchen
1927 Sufried Burmeister, Herrenkonfektion (E)
1934 Sufried Burmeister, Kaufmann; Jacobine Meinderts, Hausmädchen
1937 Sufried Burmeister, Herrenartikel und Konfektion
1941 S. H. Burmeister jr. [6]

Miszellen

  • 4 Geschosse, 4 Achsen, im Giebel über dem Drempelabsatz 3 Staffeln, eingefasst von kannelierten Vorlagen, die, mit Fußgliederung versehen und durch die Gesimse verkröpft, in fialenartigen Aufsätzen sich fortsetzen. Letztere werden wie die über der Giebelverdachung der oberen Staffel aufschießende Spitze ursprünglich Kugeln getragen haben. Die Konsolen unterhalb der Vorlagen sind mit Frauen- und geflügelten Engelsköpfen, die beiden äußeren mit Löwenköpfen geziert. Die Füllstücke der Abtreppung zeigen Anklänge barocker Bildung in der scharfen Unterbrechung des Schwunges und dem Überschlagen der Endaufrollung. Über den Fenstern, die in den unteren beiden hohen Geschossen einst mit Kreuzpfosten versehen waren, zum Teil Korbbogen mit Muschelfüllung und ganz aus facettierten Quadern zusammengesetzt. Über den Erdgeschossfenstern ist in der Mitte ein Wappen (vgl. Siebern, S. 207, Nr. 8) eingefügt und beiderseits auf gesonderten Steinen zu lesen: ANNO–1649. Die Jahreszahl darf nicht irreführen, sie ist mit dem Wappen nachträglich eingesetzt, als das Haus in anderen Besitz überging. Auch werden erst damals auf einigen Quadern der Sandsteinbänder die unregelmäßigen Kerbschnittmuster eingehauen sein. Die korbbogigen Entlastungen könnten vielleicht Anlass geben, den Giebel dem 17. Jahrhundert zuzuschreiben; doch wir sehen sie schon an dem Dornumer Haus (Große Brückstraße 38) im Jahre 1579 in gleicher Form verwendet. Viel später wird auch dieses Haus nicht entstanden sein.[7]
  • 1847: Das ansehnliche und sehr vorteilhaft gelegene Haus am Alten Markt No. 64, bislang durch Herrn S. Meiboom bewohnt soll vermietet werden; näheres M. N. Kruckenberg[8]

Siehe auch

  1. Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 14-1902, S. 413-416.
  2. HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Bd. 1, Aurich.
  3. Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend, StadtA EMD II. 1366.
  4. Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
  5. FELDMANN, Thomas/HARMS, Thorsten (†): Emder Häuserbuch, unveröffentlicht.
  6. Telefonbuch der Stadt Emden, 1941 (zit. nach: FELDMANN/HARMS: Emder Häuserbuch).
  7. SIEBERN, Heinrich (1927): Die Kunstdenkmäler der Stadt Emden (Nachdruck 1975), S. 223-224.
  8. Ostfriesische Zeitung Nr. 137, 1847 (zit. nach: FELDMANN/HARMS: Emder Häuserbuch) .