Alter Markt 14

Aus Emden-Historisch
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Basisdaten
Altstadt
Kluft 2
Compagnie 7, Nr. 67
Wyk 2
Katasterkarte 1875
Flurkarte 20
Parzelle 87
Grundfläche 143 m²
Verlag W. Schwalbe (1911): Stadtplan Emden

Illustrationen

Eigentümer und Bewohner

[] | []
Kopfschatzung 1757[1]
  • Joh[annes] v. Renckum, Eisenkrämer und Frau; 1 Knecht; 1 Magd
Brandversicherungskataster 1754[2], 1768-1936[3]
Datum Eigentümer Nachfolger Art Bd./Bild
1754 Joh. v. Renkum Ein Wohnhaus
1808-1819 H. E. Heyens Roelf Holthuis Huis A110
1819-1830 Roelf P. Holthuis Haus A134
1830-1841 Roelf P. Holthuis David Holthuis Haus, Packhaus A130
1841-1852 David Holthuis Siemon Meiboom Haus, Packhaus A129
1852-1863 Siemon Meiboom Haus, Packhaus A128
1863-1872 Siemon Meiboom Haus, Packhaus A127
1872-1877 S. Meiboom Haus, Packhaus A103
1877-1882 S. Meiboom Haus, Packhaus A103
1882-1887 S. Meiboom 1884: H. B. Siemers & Frau Haus, Packhaus A103
1887-1892 H. B. Siemers & Frau Haus, Packhaus A98
1890-1895 H. B. Siemers & Frau 1895: Heinrich Martin Hillers Haus, Packhaus A99
1895-1900 Heinrich Martin Hillers, Conditorei Wohnhaus, Backhaus, Zwischenbau A109
1900-1905 Heinrich Martin Hillers, Conditorei 1904: Peter Hanssen Eilts Wohnhaus, Backhaus, Zwischenbau A151
1905-1910 Peter Hanssen Eilts, Konditorei Wohnhaus, Backhaus, Zwischenbau B37
1910-1915 Peter Hanssen Eilts, Konditorei 1912: Johann Claesges Wohnhaus, Backhaus, Zwischenbau B7
1914-1920 Johann Claesges, Konditorei Wohnhaus, Backhaus, Zwischenbau C14
1918-1936 Johann Claesges, Konditorei Wohnhaus, Backhaus, Zwischenbau C10
Adress- und Telefonbücher 1864-1941[4]
Jahr Bewohner und Eigentümer (E)
1864 Wwe. S. Meiboom; W. B. de Boer, Sattlermeister; J. E. Rixmann, Makler
1866 Wwe. Simon Meiboom; Heinrich B. Siemers, Konditor
1867 Wwe. Simon Meiboom; Heinrich B. Siemers, Konditor
1877/78 Wwe. Simon Meiboom, Partikulier; Heinrich B. Siemers, Konditor
1880/81 Wwe. Simon Meiboom, Partikulierin; Heinrich B. Siemers, Konditor
1887 Heinrich B. Siemers, Konditor (E); Isaak H. Freese, Konditorgehilfe; Wwe. Simon Meiboom, Partikulierin
1890 Heinrich B. Siemers, Konditor (E); Johann H. Eilts, Konditorgehilfe; Wwe. Simon Meiboom, Partikulierin; Hinrich Meiboom, Seilergehilfe
14.12.1894 (E) Heinrich Martin Hillers[5]
1897 Heinrich Martin Hillers, Konditor; Wwe. Johann R. Hillers; Christoffer Meyer, Konditorlehrling
1902 Heinrich Martin Hillers, Konditor
1904 Café Victoria; Eduard von Roggenbucke, Konditorei und Café
1906/07 Johann Claesges, Konditor; Mathey, Grenzaufseher
1911 Café Claesges; Johann Claesges, Konditor und Schenkwirt (E); Wwe. Thole Folkerts; Ludwig Wullert
1913/14 Johann Claesges, Konditor und Schenkwirt (E); Friedrich Koch, Zimmerer
1925 Johann Claesges, Konditorei und Café (E); Gesine Nörtker, Hausmädchen; Diedrich Thiele, Klempner; Engelbert Thiele, Klempner
1927 Café Claesges; Johann Claesges, Konditorei und Café: Auguste Claesges, Haustochter
1934 Café Claesges; Johann Claesges, Konditor; Reinhard Bröske, Schmied
1937 Johann Claesges, Konditor; Hemmo Hazeborg, Bauarbeiter
1941 Café Claesges[6]

Miszellen

  • Das Haus Alter Markt 14, 6,24 m breit, zeigt eine feine Gliederung und eine zarte Detailbildung, bereichert durch Palmetten- und Arabeskenschmuck, der die Friese der Gurtgesimse füllt. Außerdem ist das Gesims am Giebelfuß durch die in den Fries hinabgehenden Konsolen kraftvoll betont. Die mittleren beiden Säulen sind enger zusammengeschoben mit Rücksicht auf die Pilasterstellung des Giebels, der mit Dreiecksverdachung abschließt. Zu beiden Seiten des Giebels erheben sich fialenförmige Aufbaute mit einwärts geschwungenem, von zierlichen Säulen getragenem Dach. In den Zwickeln zwischen diesen und der Pilasterstellung ist ein Rundfeld mit Rosettenfüllung. Die der Giebelschräge sich anschmiegenden volutenartigen Gebilde, die ehedem weiter oben, angelehnt an die unvermittelt aus der Schräge herauswachsende Bekrönung, sich wiederholt haben dürften, erinnern an gotische Kriechblumen, wie auch im ganzen Aufbau des Giebels die mittelalterliche Weise leise nachklingt. Die Fenster des Giebels sind unverändert, bis auf die mittlere große Öffnung, die ursprünglich durch Kreuzpfosten geteilt war; dieselbe Ausbildung zeigten auch die jetzt rechteckig ausgebrochenen Fenster der unteren Geschosse. Erwähnt sei noch, daß hier ebenfalls an einem Säulensockel des Erdgeschosses eine eiserne Krampe sich befindet, in die das Laubendach eingehakt gewesen ist.[7]

Siehe auch

  1. HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Bd. 1, Aurich.
  2. Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend, StadtA EMD II. 1366.
  3. Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
  4. FELDMANN, Thomas/HARMS, Thorsten (†): Emder Häuserbuch, unveröffentlicht.
  5. KANNEGIETER, Else (2013): Die Emder Bürgerbücher 1512-1919, Aurich. (zit. nach: FELDMANN/HARMS: Emder Häuserbuch) .
  6. Telefonbuch der Stadt Emden, 1941 (zit. nach: FELDMANN/HARMS: Emder Häuserbuch).
  7. SIEBERN, Heinrich (1927): Die Kunstdenkmäler der Stadt Emden (Nachdruck 1975), S. 202.