Am Delft 21

Aus Emden-Historisch
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Basisdaten
Altstadt
Kluft 1
Compagnie 3, Nr. 12
Wyk 1
Katasterkarte 1875
Flurkarte 20
Parzelle 131
Grundfläche 233 m²
Verlag W. Schwalbe (1911): Stadtplan Emden

Illustrationen

Eigentümer und Bewohner

[] | []
Kopfschatzung 1757[1]
  • Hermannus Bleeker, Kaufmann; 1 Magd; 1-2 Knechte
Brandversicherungskataster 1754[2], 1768-1936[3]
Datum Eigentümer Nachfolger Art Bd./Bild
1754 Harm. Cappelhoff Ehefr. Ein Wohnhaus
1808-1819 Carl Leopold Marchés Huis A39
1819-1830 Carl Leopold Marchés Carl Ludwig Marchés Haus A50
1830-1841 Carl Ludwig Marchés Haus, Packhaus A50
1841-1852 Carl Ludwig Marchés Ferdinand Ludwig Pape Haus, Packhaus A48
1852-1863 Ferdinand Ludwig Pape Haus, Mittelgebäude, Packhaus A46
1863-1872 Ferdinand Ludwig Pape Haus, Mittelgebäude, Packhaus A46
1872-1877 Ferd. Ludw. Pape Haus, Mittelgebäude, Packhaus A7
1877-1882 Ferd. Ludw. Pape Haus, Mittelgebäude, Packhaus A7
1882-1887 Ferd. Ludw. Pape Haus, Mittelgeb., Packhaus A7
1887-1892 Ferd. Ludw. Pape Haus, Mittelgeb., Packhaus: [18]88 jetzt Hintergeb. A7
1890-1895 Ferd. Ludw. Pape Haus, Mittelgeb., Hintergeb. A7
1895-1900 Ferd. Ludw. Pape Wohnhaus, Mittelgebäude, Hintergebäude A7
1900-1905 Ferd. Ludw. Pape Wohnhaus, Mittelgebäude, Hintergebäude, Stall freist. A21
1905-1910 Ferd. Ludw. Pape Wohnhaus, Mittelgebäude, Hintergebäude, Stall freist. A81
1914-1920 Tjark H. Woydt, Fleischwarenladen Wohnhaus, Mittelgebäude, Hintergebäude, Abortgebäude A359
1918-1936 Tjark H. Woydt, Fleischwarenladen 1923: Jan Kok
1930: Hans Weiss
Wohnhaus, Mittelgebäude, Hintergebäude, Abortgebäude A191
Adress- und Telefonbücher 1864-1941[4]
Jahr Bewohner und Eigentümer (E)
1864 F. L. Pape, Kaufmann
1866 Ferdinand L. Pape, Kommerzrat und Grossist
1867 Ferdinand L. Pape, Kommerzrat und Grossist
1877/78 Ferdinand L. Pape, Kommerzienrat und Grossist
1880/81 Ferdinand L. Pape, Kommerzienrat und Grossist
1887 Ferdinand L. Pape, Kommerzrat und Grossist (E)
1890 Ferdinand L. Pape, Kommerzrat und Grossist (E)
1897 Ferdinand L. Pape, Kommerzienrat und Grossist
1902 Ferdinand Ludwig Pape, Kommerzienrat und Rentier; Ludwig Gittermann, Bankvorsteher
1904 Ferdinand Ludwig Pape, Kommerzienrat; Ludwig Gittermann, Bankvorsteher
1906/07 Ferdinand Ludwig Pape, Kommerzienrat
1913/14 Wilhelm Tschenka, Jeverländisches Fettwarengeschäft; Albert Hesse, Schiffsführer; Gerd Janssen, Bahntelegraphist; Wilhelm Erbsen, königlicher Lokomotivführer (E: Tj. Woydt)
1925 Hinrich Croon, Nähmaschinengeschäft; Hans Weiß, Bäckermeister (E); Jan Kok, Schlachter; Heinrich Kok, Schlachtergeselle; Johann Kok, Telegraphenpraktikant; Cierius Parelius, Kapitän; Albert Hesse, Kapitän
1927 Emil Meyer, Tischler; Hans Weiß, Bäckermeister; Menno Janßen, Bäckergeselle; Diedrich Kok, Schlachter; Jan Kok, Schlachter; Heinrich Kok, Schlachtergeselle; Gottfried Littger, Telegraphenmechaniker
1934 Emil Meyer, Klavierbauer; Karl Pongratz, Zollbootsmann; Hans Weiß, Bäckermeister; Erna Cohrs, Stütze; August Vaas, Bäckerlehrling; Klasina Hinderks, Hausmädchen; Nittert Janssen, Bäckerlehrling
1937 Hans Weiß, Bäckermeister; Adolf Cramer, Bäckermeister; Gerd Hagen, Bäckergeselle; Klasine Hinderks, Hausgehilfin; Hilda Swieter, Gewerbegehilfin; Lübbertus Wilts, Seemaschinist; Emil Meyer, Klavierbauer; Erwin Meyer, Verwaltungssekretär
1941 Hans Weiss, Bäckerei[5]

Miszellen

  • Das vor einigen Jahren durch Ladeneinbau verschandelte Haus gibt [das Bild unten] in seinem ursprünglichen Zustand wieder. Das Hauptgesims, aus Holz hergestellt, erinnert an die Fassade Neuer Markt 24. Es finden sich dort dieselben Konsolen, doch ist hier der Fries zwischen ihnen durch hängende Blattkränze belebt, und die Unterglieder des Kranzgesimses zeigen Zahnschnitt und Eierstab. Aus der Formgebung spricht ein Hinneigen zum Klassizismus. Dagegen sehen wir in der Sandsteinumrandung der Tür, die uns in verwandter Auffassung an dem Hause Große Straße 34 entgegentritt, in der weicheren Linienführung der Gliederung und im Ornament die Einwirkung des Rokokos leise nachklingen. So wird man, wenn man die Architektur der 1774 errichteten lutherischen Kirche zum Vergleich heranzieht, die Erbauungszeit in das Ende der [18]70er Jahre legen dürfen. Das zierliche, streng gezeichnete schmiedeeiserne Gitter der vorgelegten Freitreppe steht dem nicht im Wege.[6]

Siehe auch

  1. HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Bd. 1, Aurich.
  2. Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend, StadtA EMD II. 1366.
  3. Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
  4. FELDMANN, Thomas/HARMS, Thorsten (†): Emder Häuserbuch, unveröffentlicht.
  5. Telefonbuch der Stadt Emden, 1941 (zit. nach: FELDMANN/HARMS: Emder Häuserbuch).
  6. SIEBERN, Heinrich (1927): Die Kunstdenkmäler der Stadt Emden (Nachdruck 1975), S. 244-245.