Diakonie der Haussitzenden Armen
Die Diakonie der Haussitzenden Armen ist eine kirchliche Einrichtung und wurde zur Versorgung der einheimischen Armen gegründet.
Die Diakonie der haussitzenden Armen sorgt für die Erhaltung der zu dieser Classe gehörenden Unbemittelten [Arme und Waisen], und theilt ihnen wöchentlich Geld aus, oder bringt sie bei Bürgern unter. Groß ist die Zahl dieser Armen und täglich [1824] vergrößert sie sich.[1]
Die Diakonie der Hausarmen bestand aus 24 Diakonen und 8 Archidiakonen. Die Stadt war in sechs Distrikte geteilt, deren jeder seinen eigenen Diakonen hatte. Sie hielten jeden Sonntagnachmittag unter Vorsitz eines Predigers im Konsistorienzimmer der großen Kirche ihre Sitzungen ab. Hier findet Beratung alles Nötigen statt, namentlich auch Bestimmung über alle größeren vorsorglichen Einkäufe an Holz, Viktualien, Kleiderstoffen etc. Hier müssen auch die Armen erscheinen, welche unordentlich wandeln, um Rüge und Mahnung zu empfangen. Auch diese Diakonen hatten in ähnlicher Weise wie die anderen die nötigen Mittel zu beschaffen: durch Erhebung einer Art Armensteuer, freiwilliger Gaben etc. Auf arme Schulkinder und Lehrlinge sollten sie besonders achthaben, vermittelst der Armenvögte sollten sie Armenpolizei üben und Vagabunden vertreiben etc.[2]
Das heutige Diakoniekollegium ist hervorgegangen aus der "hussittende Diaconie". Vorsitzende seit 2007 Frau Etta Züchner, Pastorin der evangelisch-reformierten Gemeinde Emden.
Alternativer Name
- Huissittende Arme
- Hussittende Diaconie
- Diaconie der Huus-sittenden Armen
- Diakonie der haussitzenden Armen
Siehe auch
- Kultur in Emden: Ein Stück Emder Vergangenheit.
