Große Burgstraße 24

Aus Emden-Historisch
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Basisdaten
Altstadt
Kluft 1
Compagnie 4, Nr. 16
Wyk 1 (4. Bezirk)
Katasterkarte 1875
Flurkarte 20
Parzelle 179
Grundfläche 377 m²
Verlag W. Schwalbe (1911): Stadtplan Emden

Anmerkung

  • Am Haus festgestellte Jahreszahl 1677 ([...] das Haus ist aber viel älter, und die Zahl kann sich nur auf einen Umbau beziehen)[1]

Illustrationen

Eigentümer und Bewohner

[] | []
Kopfschatzung 1757[2]
  • [Dirk] Beekman, Ratsherr und Frau, 1 Knecht, 2 Mägde
  • NN Hellmann, Jungfer
Brandversicherungskataster 1754[3], 1768-1936[4]
Datum Eigentümer Nachfolger Art Bd./Bild
1754 Senator Beeckman Ein Haus, dazu gehöriger Stall
1808-1819 Borgemeester Loesing Huis A56
1819-1830 Bürgermeister Loesing Haus A70
1830-1841 Bürgermeister Loesing Doctor med. Lange Haus, Packhaus, Kutsch- und kleines Wohnhaus A70
1841-1852 Doctor med. Lange Haus, Packhaus, Kutsch- und kleines Wohnhaus A68
1852-1863 Doctor med. Lange Haus, Küche, Packhaus, Kutsch- und kleines Wohnhaus A66
1863-1872 Dr. med. Lange Haus, Küche, Packhaus, Kutsch- und kleines Wohnhaus A65
1872-1877 Dr. med. Lange Albert de Vries Haus, Küche, Packhaus, Kutsch- und kleines Wohnhaus A28
1877-1882 Albert de Vries Haus, Küche, Packhaus, Kutsch- und kleines Wohnhaus A28
1882-1887 Albert de Vries 1884: A. E. Zwitzers Haus, Küche, Packhaus A28
1887-1892 A. E. Zwitzers Haus, Packhaus A28
1890-1895 A. E. Zwitzers Haus, Packhaus A28
1895-1900 A. E. Zwitzers Haus, Packhaus A29
1900-1905 A. E. Zwitzers Wohnhaus, Wohnhausanbau, Packhausanbau A45
1905-1910 A. E. Zwitzers Wohnhaus, Wohnhausanbau, Packhausanbau A104
1914-1920 A. E. Zwitzers Wohnhaus, Wohnhausanbau, Packhausanbau A438
1918-1936 A. E. Zwitzers 1928: Stadt Emden Wohnhaus, Wohnhausanbau, Packhausanbau A254
Adress- und Telefonbücher 1864-1941[5]
Jahr Bewohner und Eigentümer (E)
1864 Dr. med. G. Lange, Sanitätsrat
1866 Dr. med. Georg Lange, Sanitätsrat
1867 Dr. med. Georg Lange, Sanitätsrat
1877/78 Geschäftslokal des Katasteramtes; Albert Dücker, Katasterkontrolleur; Abbo Oltmanns, Posthalter
1880/81 A. E. Zwitzers, Töchterschuldirektor
1887 A. E. Zwitzers, Töchterschuldirektor (E)
1890 A. E. Zwitzers, Töchterschuldirektor (E)
1897 August E. Zwitzers, Töchterschuldirektor
1902 August Zwitzers, Töchterschuldirektor
1904 August Zwitzers, Töchterschuldirektor
1906/07 August Zwitzers, Töchterschuldirektor
1911 August Zwitzers, Töchterschuldirektor a. D. (E)
1913/14 August Zwitzers, Schulrat, Töchterdirektor a. D. (E)
1925 Wwe. Johanne Zwitzers (E); Henriette Zwitzers, Studienrätin; Wwe. Elisabeth Zwitzers; Friederika Eilerts, Hausmädchen; Christian Fastenau, Kaufmann
1927 Wwe. Johanne Zwitzers (E); Henriette Zwitzers, Studienrätin; Wwe. Elisabeth Zwitzers; Christian Fastenau, Kaufmann
1934 Heinrich Meyer, Hobelmeister; Wilhelm Meyer, Händler; Hinrich Meyer, Schlosser; Gerhard Meyer, Tischler
1937 Heinrich van Holten, Schlosser; Gerhard Müller, Invalide; Everdine Müller, Zeitungsverkäuferin; Wilhelm Müller, Schaffner; Wwe. Hilkeline Fricke; Johannes Schütte, Rentner; Johann Freymuth, Arbeiter; Berend Focken, Schmied; Wwe. Manna Koch

Miszellen

  • Das Haus ist 1677 stark verändert, zeigt aber noch überall die alten Entlastungsbogen der Fenster, kenntlich an den Schlußsteinen, die mit ihren Köpfen aus dem Putz hervorschauen. Diese Köpfe sind mit besonderer Sorgfalt ausgehauen; neben Frauen-, Männer- und Knabenköpfen, wie sie sonst auch vorkommen, fallen auf ein Männerkopf mit Turban, ein anderer mit federgeschmücktem Hut und trefflich stilisierte Greifenköpfe. Außerdem gehören die Balkenanker mit den zu Lilien ausgeschmiedeten Ankern der ersten Erbauungszeit (um 1620) an. Ein korbbogiger Eingang an der Holzsägerstraße mit schlichtem Kämpfer hat einen mit Löwenkopf geschmückten Schlußstein; zwei andere Steine des Bogens tragen einen Knaben- bzw. Männerkopf mit Turban. Die Steine zunächst dem Kämpfer sind mit Sternmustern versehen.[6]
  • Das schon erwähnte Haus hat 1677. einen neuen Eingang erhalten, korbbogig, mit Umrahmung aus gequadertem Sandstein (siehe Bild). Im Fries des Abdeckgesimses die Jahreszahl: ANNO M D C LXXVII. Die alten Fensterteilungen sind derzeit beseitigt und profilierte Sohlbänke eingesetzt. Auch ist der Giebel umgestaltet und in die schlichte Dreieckform gebracht. Die profilierte Abdeckplatte wird an der Schulter abgefangen durch. eine Schneckenwindung, deren Schwung in Akanthuslaubwerk ausläuft. Als Stirnbekrönung eine Dreieckverdachung.[7]
  • 1879: Ankauf des Wohnhauses an der Großen Burgstraße 24 als Wohnsitz für den Direktor der höheren Töchterschule durch die Stadt Emden,
    1923: Einbau einer WC-Anlage, Nachfolgebesitzerin: J. Zwitzers,
    1934: Versicherungssache: Brandschaden im Haus Große Burgstraße 24.[8]

Siehe auch

  1. Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 14-1902, S. 413-416.
  2. HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Bd. 1, Aurich.
  3. Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend, StadtA EMD II. 1366.
  4. Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
  5. FELDMANN, Thomas/HARMS, Thorsten (†): Emder Häuserbuch, unveröffentlicht.
  6. SIEBERN, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 6., Regierungsbezirk Aurich: H. 1 u. 2, Stadt Emden, Hannover 1927, S. 220.
  7. Ebd. S. 233.
  8. StadtA EMD BoA 2036.