Große Deichstraße 12

Aus Emden-Historisch
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Basisdaten
Altstadt
Kluft 1
Compagnie 3, Nr. 33
Wyk 1 (3. Bezirk)
Katasterkarte 1875
Flurkarte 20
Parzelle 133
Grundfläche 192 m²
Verlag W. Schwalbe (1911): Stadtplan Emden

Anmerkung

  • Hausname De gouden Kop auch Golden Hooft[1]
  • Seit 1717 hatte die katholische Gemeinde im hinteren Teil einen Gottesdienstraum.[2]

Illustrationen

Eigentümer und Bewohner

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Kopfschatzung 1757[3]
  • Theod[orus] Swartzenborg, Flachskäufer und Frau, 2 Kinder[4]
Brandversicherungskataster 1754[5], 1768-1936[6]
Datum Eigentümer Nachfolger Art Bd./Bild
1754 Catholische Gemeine Ein Wohnhaus
1808-1819 de Romsche Gemeinde Huis A43
1819-1830 Die katholische Gemeinde Haus A54
1830-1841 Die katholische Gemeinde Haus, Packhaus A54
1841-1852 Die katholische Gemeinde Haus, Packhaus A52
1852-1863 Die katholische Gemeinde Haus, Angebäude, Packhaus A50
1863-1872 Die katholische Gemeinde Haus, Angebäude (1864: cessat), Packhaus A50
1872-1877 Jacob Focken und Frau Haus, Packhaus A87
1877-1882 Jacob Focken und Frau Haus, Packhaus A87
1882-1887 Jacob Focken und Frau 1884: Gymn. Dir. a.d. Dr. Schweckendieck Haus, Packhaus A87
1887-1892 Gymn. Dir. a.d. Dr. Schweckendieck Haus A80
1890-1895 Gymnas. Direktor a.d. Dr. Schweckendieck Haus A81
1895-1900 Gymnasial Director a.d. Dr. Schweckendieck Haus A91
1900-1905 Gymnasialdirektor a.d. Dr. Schweckendieck 1903: Heinrich Wiechmann Wohnhaus, südöstl. Abortsanbau, nordöstl. Abortsanbau A112
1905-1910 Heinrich Wiechmann Wohnhaus, südöstl. Abortsanbau, nordöstl. Abortsanbau A174
1914-1920 Heinrich Wiechmann Wohnhaus, südöstl. Abortsanb., nordöstl. Abortsanb. B233
1918-1936 Heinrich Wiechmann 1923: Johannes Wiechmann Wohnhaus, südöstl. Abort, nordöstl. Abort B133
Adress- und Telefonbücher 1864-1941[7]
Jahr Bewohner und Eigentümer (E)
1864 Wwe. Leers; J. M. G. Sulzberg, Kammacher
1866 Jakob Focken, Arbeiter; Wwe. Jakob W. Brahms
1867 Jakob Focken, Arbeiter; Wwe. Jakob W. Brahms
1877/78 Jan W. Lisbroek, Arbeiter; Ewold Berg, Ausrufer
1878/79 hinzu: Hinderk Janssen, Schuster; Heinrich Näther; Caroline Prinz, Wäscherin; Hinderk Siemens
1880/81 Frau Jan W. Lisbroek; Heinrich Näther; Dirk Friedrichs, Malergehilfe; Peter Friedrichs, Fabrikarbeiter; Geerd Rah, Tischlergeselle; Wwe. Steffens, Arbeiterin; Chr. W. Fort, Arbeiter; Johannes Meints, Arbeiter
1890 Carl Dantziger, Agent; Wwe. Dobrigkeit geb. Dantziger (E: H. W. Schweckendieck)
1897 Christian Harmens, Agent; Edmund Bork, Eisenbahn-Stationsassistent; Wwe. Anna Goertz
1902 Heinrich Wiechmann, Klempnermeister; Ernst Meier, Flickschuster; Joseph Jablinksy, Seilergeselle
1904 Heinrich Wichmann, Klempnermeister; Joseph Jablinksy, Seilergeselle; Hinrich van Holten, Arbeiter
1906/07 Heinrich Wichmann, Klempnermeister; Weert Boyenga, Arbeiter
1911 pt: Heinrich Wiechmann, Klempner (E)
I: Renke Vriesenberg, Schneider; Menke Fröhling, Bauarbeiter
1913/14 pt: Heinrich Wiechmann, Klempnermeister (E)
I: Renke Vriesenberg, Schneider; Georg Behre, Schlosser
1925 Wwe. Johanne Gravenstein; Johannes Wiechmann, Schlosser (E)
1927 Wwe. Johanne Gravenstein; Johannes Wiechmann, Schlosser (E)
1934 Johannes Wiechmann, Invalide; Johannes Wiechmann, Kraftfahrer; Wwe. Tiba van Jindelt; Friedrich van Jindelt, Bootsführer; Grete van Jindelt, Verkäuferin; Ernst van Jindelt, Elektriker
1937 Johannes Wiechmann, Rentenempfänger; Johannes Wiechmann, Bote; Albert Alder, Eisenbahn-Oberschaffner; Elisabeth Alder, Büglerin; Folkert Redenius, Zimmerer

Miszellen

  • Einen ständigen Pfarrer erhielt [die katholische Gemeinde] aber erst 1717: damals kaufte der Oberst Friedrich Caspar Freiherr von Neuhoff, genannt Leg, ein Haus in der Großen Deichstraße (jetzt Nr. 12), "De gouden Kop" (auch "Golden Hooft") genannt, und ließ es zur Kapelle einrichten, die er 1725 der "Mission" testamentarisch vermachte. Als dann 1730 den Katholiken verboten wurde, hier Gottesdienst abzuhalten, erwarben sie ein Packhaus auf dem Eilande und bauten es zur Kapelle aus.[8]
  • Am 20.01.1883 brach hier ein Brand aus. Bei einer Versicherungssumme des Gebäudes von 2.400 Mark wurde von der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse eine Entschädigungssumme von 24 Mark ausgezahlt.
    Beschädigte Nebengebäude:
    * Große Deichstraße 11
    * Große Deichstraße 18
    * Burgstraße 29.[9]
  • Am 05.09.1887 brach hier nochmals ein Brand aus. Bei einer Versicherungssumme des Gebäudes von 6.600 Mark wurde von der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse eine Entschädigungssumme von 2.032 Mark ausgezahlt.
    Beschädigte Nebengebäude:
    * Große Deichstraße 13
    * Große Deichstraße 15.[10]
  • 1887: Umbau des Wohnhauses des Gymnasialdirektors Dr. Schweckendieck an der Großen Deichstraße 12,
    1911: Einbau eines Ladens durch Nachfolgebesitzer, Klempnermeister Heinrich Wiechmann,
    1921: Einbau einer WC-Anlage,
    1923: Rückbau des Schaufensters.[11]

Siehe auch

  1. SIEBERN, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 6., Regierungsbezirk Aurich: H. 1 u. 2, Stadt Emden, Hannover 1927, S. 82.
  2. KAPPELHOFF, Bernd (1994): Geschichte der Stadt Emden von 1611 bis 1749. Emden als quasiautonome Stadtrepublik. In: Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. XI, Leer, S. 455.
  3. HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Bd. 1, Aurich.
  4. Für diesen Eintrag mussten die Angaben aus der Abschrift der "Kopfschatzung 1757" korrigiert werden. Die Auflistung ist dort offensichtlich um eine Zeile versetzt wiedergegeben. Da nur Kopien des "Brandversicherungskatasters von 1754" als verlässliche Quelle zur Verfügung stehen, wurden die Eintragungen für die Kopfschatzung entsprechend angepasst.
  5. Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend, StadtA EMD II. 1366.
  6. Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
  7. FELDMANN, Thomas/HARMS, Thorsten (†): Emder Häuserbuch, unveröffentlicht.
  8. SIEBERN, S. 82.
  9. Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse, Brandnachweise Städte und Flecken 1806-1923.
  10. Ebd.
  11. StadtA EMD BoA 2066.