Große Deichstraße 25

Aus Emden-Historisch
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Basisdaten
Altstadt
Kluft 1
Compagnie 3, Nr. 46
Wyk 1 (3. Bezirk)
Katasterkarte 1875
Flurkarte 20
Parzelle 159
Grundfläche 84 m²
Verlag W. Schwalbe (1911): Stadtplan Emden

Anmerkung

  • Ein Packhaus (bis 1908)

Illustrationen

Eigentümer und Bewohner

[] | []
Kopfschatzung 1757[1]
Brandversicherungskataster 1754[3], 1768-1936[4]
Datum Eigentümer Nachfolger Art Bd./Bild
1754 Isaac Baumans Wwe. Ein Packhaus
1808-1819 E. Brinkmanns Wittwe Huis A46
1819-1830 E. Brinkmanns Wittwe Haus A57
1830-1841 E. Brinkmanns Wittwe Hinderk Loets Packhaus A57
1841-1852 Hinderk Loets Packhaus A55
1852-1863 Hinderk Loets Packhaus A53
1863-1872 Hinderk Loets Packhaus A53
1872-1877 Hind. Loets Packhaus A90
1877-1882 Hinderk Loets Packhaus A90
1882-1887 Hind. Loets 1884: Y. & B. Brons Packhaus A90
1887-1892 Y. & B. Brons Packhaus A83
1890-1895 Y. & B. Brons Packhaus A84
1895-1900 Y. und B. Brons Packhaus A94
1900-1905 Y. und B. Brons Packhaus A115
1905-1910 Y. und B. Brons 1908: Jacob van Bollhuis-Smeding Packhaus A177
1914-1920 Jacob van Bollhuis-Smeding Packhaus B239
1918-1936 Jacob van Bollhuis-Smeding Packhaus B136
Adress- und Telefonbücher 1864-1941[5]
Jahr Bewohner und Eigentümer (E)
1911 Jacob van Bollhuis Smeding, Handel in Mehl und Bäckereiartikeln (E)
1913/14 Jakob van Bollhuis Smeding, Handel in Mehl und Bäckereiartikeln (E)

Miszellen

  • Eins der ältesten Bürgerhäuser ist das Ende des 15. Jahrhunderts errichtete Gebäude Große Deichstraße 25. Von der ursprünglichen inneren Einrichtung ist aber nicht viel mehr zu erkennen, da das Haus jetzt [1927] als Speicher dient. Ehe es 1908 Kontoreinbauten erhielt, waren alle Geschosse ungeteilt. Die quergelegten Balken ruhten auf mittleren, von Ständern gestützten Längsunterzügen. Im Erdgeschoß und ersten Obergeschoß waren an der hinteren Schmalwand ein Kamin, dessen Feuerwand die Fliesenbekleidung aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts noch nicht ganz verloren hatte, und zu beiden Seiten desselben je ein Fenster von gotischer Ausbildung wie die der Straßenfront erhalten. Daß hier Zimmer abgetrennt gewesen, läßt sich annehmen. Wo die Küche lag und die Treppe nach dem oberen Geschosse führte, konnte nicht mehr festgestellt werden. Die schmale Stiege, die vorn in der einen Ecke sich befand, mit direktem Zugang von außen, war später hinzugefügt.[6]
  • Das Haus Große Deichstraße 25 ist von gleicher Ausbildung, aber weit besser erhalten, wenn auch die Einrichtung desselben zu einem Speicher nicht ohne Schädigung der Architektur vor sich gegangen ist (siehe Bild). Der in vier spitzbogigen Nischen aufgelöste Giebel trägt an beiden Seiten und auf der Spitze runde Fialen, die über die Mauerflucht etwas vortreten und ein Stück abwärts geführt sind. Die eine der mittleren, einst gleichartigen Nischen weist Maßwerkfüllungen auf, in welche die Luken eingefügt sind; zu unterst, wo jetzt eine große Luke eingebrochen ist, mag ein Fenster gesessen haben von ähnlicher Ausbildung wie die des Obergeschosses. Davon ist eins noch in der ursprünglichen Form genau festzustellen (siehe Bild). Der Falz zum Einsetzen der Bleiverglasung ist nach innen gerichtet, wie es im ganzen Emsland auch bei mittelalterlichen Kirchenfenstern allgemein beobachtet werden kann. Die beiden unteren Öffnungen waren mit Luken geschlossen, nur die beiden oberen mit Bleiverglasung versehen. In den anderen Nischen des Obergeschosses waren dieselben Fenster angebracht. Im Erdgeschoß sind die Luken und Türen eingebrochen, als im Innern der Zwischenboden eingefügt wurde. In der größeren Blende lag vermutlich auch ursprünglich der Eingang.[7]
  • 1908: Umbau des Packhauses des Senators J. Bollhuis-Smeding an der Großen Deichstra0e 25,
    1923: Einbau einer WC-Anlage.[8]

Siehe auch

  1. HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Bd. 1, Aurich.
  2. Für diesen Eintrag mussten die Angaben aus der Abschrift der "Kopfschatzung 1757" korrigiert werden. Die Auflistung ist dort offensichtlich um eine Zeile versetzt wiedergegeben. Da nur Kopien des "Brandversicherungskatasters von 1754" als verlässliche Quelle zur Verfügung stehen, wurden die Eintragungen für die Kopfschatzung entsprechend angepasst.
  3. Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend, StadtA EMD II. 1366.
  4. Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
  5. FELDMANN, Thomas/HARMS, Thorsten (†): Emder Häuserbuch, unveröffentlicht.
  6. SIEBERN, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 6., Regierungsbezirk Aurich: H. 1 u. 2, Stadt Emden, Hannover 1927, S. 173.
  7. Ebd. S. 190-193.
  8. StadtA EMD BoA 2055.