Lilienstraße 19

Aus Emden-Historisch
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Basisdaten
Altstadt
Kluft 2
Compagnie 8, Nr. 67
Wyk 2
Katasterkarte 1875
Flurkarte 20
Parzelle 27
Grundfläche 119 m²
Verlag W. Schwalbe (1911): Stadtplan Emden

Anmerkung

  • Hausname: Dornumer Haus[1]

Illustrationen

Eigentümer und Bewohner

[] | []
Kopfschatzung 1757[2]
[Johann] von Coens, Ratsherr und Frau, 1 Tochter; 1 Französin; 1 Magd
Brandversicherungskataster 1754[3], 1768-1936[4]
Datum Eigentümer Nachfolger Art Bd./Bild
1754 Hr. Raths-Hr. J. v. Coens Ein Wohnhaus
1808-1819 Majorin v. Ising Weert D. Woltzen Huis A124
1819-1830 Weert D. Woltzen Haus A151
1830-1841 Weert D. Woltzen a. Die geschiedene Frau des Woltzen, Antje Warners Paulsen
b. Geerd T. Veldmann
Haus No.1
Nebenhs. No.2
A145
1841-1852 Die geschiedene Frau des Woltzen, Antje Warners Paulsen Jan Geerds Juister Haus A144
1852-1863 Jan Geerds Juister C. J. Schüt Haus A144
1863-1872 C. J. Schüt Henriette und Lidia Kohl Haus A143
1872-1877 Henriette und Lidia Kohl Haus A124
1877-1882 Henriette und Lidia Kohl 1882: Dr. med. Tergast Haus A124
1882-1887 Dr. med. Tergast Haus A124
1887-1892 Dr. med. Tergast Haus A115
1890-1895 Dr. med. Tergast 1894: Herr v. Jindelt Haus A116
1895-1900 Herr v. Jindelt Haus A126
1900-1905 Herr v. Jindelt Wohnhaus A171
1905-1910 Herr van Jindelt Wohnhaus B57
1914-1920 Herr van Jindelt Wohnhaus C86
1918-1936 Herr van Jindelt Wohnhaus C49
Adress- und Telefonbücher 1864-1941[5]
Jahr Bewohner und Eigentümer (E)
1795-1803 Gebhard_Leberecht_von_Bl%C3%BCcher Gebhard Leberecht von Blücher]
1847/54 (E) Jan Geerds Juister[6]
1864 G. Schulte, Kaufmann (Schulte & Janssen)
1866 Geerd Schulte, Grossist
1867 Geerd Schulte, Grossist
1877/78 Franz Tesch, Regimentsschuster; Henriette Kohl, Lehrerin; Lydia Kohl, Lehrerin
1880/81 Henriette Kohl, Lehrerin; Lydia Kohl, Lehrerin; Geelt Ubbens, Heizer
1887 Dr. med. Petrus Tergast (E); Wwe. Catharina Stöhr; Henriette Stöhr, Haushälterin
1890 Dr. med. Petrus Tergast (E); Ulbertus Gerdes, Kutscher
25.11.1893 (E) Hero van Jindelt[7]
1897 Hero van Jindelt, königlicher Bauschreiber
1902 Hero van Jindelt, königlicher Bausekretär
1904 Hero van Jindelt, königlicher Bausekretär
1906/07 Hero van Jindelt, königlicher Bausekretär
1911 Hero van Jindelt, königlicher Bausekretär (E)
1913/14 Hero van Jindelt, königlicher Bausekretär a. D. (E)
1925 Hero van Jindelt, Bausekretär a. D.; Fritz Abel, Studienassessor (E: Heinrich Klattenhoff)
1927 Wwe. Elisabeth van Jindelt; Carl Eichenberg, Apotheker (E: Heinrich Klattenhoff)
1934 Wwe. Elisabeth van Jindelt; Hermann Schneider, Schlosser
1937 Hermann Schneider, Vertreter; Folkmar Dinkela, Rentner; Heinrich Arends, Steuerhelfer, Inhaber von Dinkela‘s Schreibstufe
1941 Dinkela‘s Schreibstube (Inhaber Ino Petrow)[8]

Miszellen

  • Aus den Nachlaß von Frau Antje Pauelssen verehelicht gewesene Wolzen wird im Auftrage der Erben am Freitag 08.01.1847 das Haus Comp. 8 Nr. 67 in der Lilienstraße verkauft.[9]
  • "Seine [General von Blücher's] Wohnung befand sich in dem jetzigen van Jindelt'schen Hause in der Lilienstraße, eine daran angebrachte Marmortafel verkündet uns: "Hier wohnte 1795-1809 General Gebh. Lebr. v. Blücher als Stadtkommandant".[10]
  • Zweigeschossiges Eckhaus mit einem drei Fenster breiten Gürtel an der Lookfenne, auf der Langseite fünf Fenster. Das Mauerwerk mit Sandsteinbändern; die Fenster rechteckig mit flachbogigen Entlastungen, früher durch Kreuzpfosten geteilt. Die Tür liegt etwa in der Mitte der Langseite, ist aber Ende des 17. Jahrhunderts umgestaltet; davor eine zweiarmige Freitreppe mit Eisengeländer. Über der Tür befindet sich ein dreiteiliges Fenster mit drei gekuppelten rundbogigen Entlastungen, das erste Vorkommen dieser später so beliebten Fensterbildung. Die Gesimse zwischen den Geschossen, unter der Traufe und am Giebel zeigen gotisches Simaprofil mit Wasserschlag. Die Konsole unter der seitlichen Giebelvorkragung hat ähnliche Form wie [am Haus] Große Deichstraße 14. Der einbindende Stein trägt nach der Lookfenne hin ein Monogramm, und neben ihm an der Langseite ist die Jahreszahl 1541 eingehauen. Die mit Sandstein schlicht abgedeckte Giebelschräge hat staffelförmige, mit runden Backsteinfialen besetzte Absätze, deren seitliche Kanten abgeschrägt und denen aus Viertelstab gebildeten Abschlußgesims am Giebel fortläuft. Das Gebäude wird als "Dornumer Haus" bezeichnet wie das an der Großen Straße 38.[11]

Siehe auch

  1. JANßEN, Dietrich (2023): Emder Straßennamen, Gänge und Hausmarken über fünf Jahrhunderte, Emden, S. 177.
  2. HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Bd. 1, Aurich.
  3. Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend, StadtA EMD II. 1366.
  4. Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
  5. FELDMANN, Thomas/HARMS, Thorsten (†): Emder Häuserbuch, unveröffentlicht.
  6. StadtA EMD III 1157 (zit. nach: FELDMANN/HARMS: Emder Häuserbuch) .
  7. KANNEGIETER, Else (2013): Die Emder Bürgerbücher 1512-1919, Aurich.
  8. Telefonbuch der Stadt Emden, 1941 (zit. nach: FELDMANN/HARMS: Emder Häuserbuch).
  9. Ostfriesische Zeitung Nr. 2, 1847 (zit. nach: FELDMANN/HARMS: Emder Häuserbuch)
  10. HELMKE, F. (1902): Was verdankt Emden den Hohenzollern?, Schwalbe Emden, S. 29.
  11. SIEBERN, Heinrich (1927): Die Kunstdenkmäler der Stadt Emden (Nachdruck 1975), S. 195.