Am Delft 23

Aus Emden-Historisch
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Basisdaten
Altstadt
Kluft 1
Compagnie 3, Nr. 9 u. 10
Wyk 1
Katasterkarte 1875
Flurkarte 20
Parzelle 126
Grundfläche 602 m²
Verlag W. Schwalbe (1911): Stadtplan Emden

Anmerkung

  • Hotel Weißes Haus
Hotel 1. Ranges, 26 Fremdenzimmer, 36 Betten[1], Bäder, Telefon, Transfer vom Bahnhof mit Omnibus.[2]
Im Restaurant: von 1-3 Uhr Table d'hôte.

Illustrationen

Eigentümer und Bewohner

[] | []
Kopfschatzung 1757[3]
  • (Comp. 3 Nr. 9:) Everhard van Buhren, Herbergierer und Frau; 1 Kochmagd; 1 Dienstmagd
  • (Comp. 3 Nr. 10:) Epke de Witt, Herbergierer, 1 Kind
Brandversicherungskataster 1754[4], 1768-1936[5]
Comp. 3 No. Datum Eigentümer Nachfolger Art Bd./Bild
No. 9 1754 Anthonie Marconier Ein Wohnhaus
No. 10 P. A. Rysdyk Ein Wohnhaus
No. 9 1808-1819 J. Kroog Huis A39
No. 10 H. S. Bödeker Huis
No. 9 1819-1830 J. Kroog Haus A50
No. 10 H. S. Bödeker Haus
No. 9 1830-1841 J. Kroog - Wittwe v. Dohlen sen.
- Gastwirth Wienges
Haus A50
No. 10 H. S. Bödeker Joh. Adolph Bödeker Wittwe Haus
No. 9 1841-1852 Gastwirth Wienges Friedrich Adolph Evers Haus, Hauptgebäude, Hintergebäude A48
No. 10 Joh. Adolph Bödeker Wittwe Klaas Süverkrop Wittwe, geb. Heinemann zu Amsterdam Haus und Hintergebäude
No. 9 1852-1863 Friedrich Adolph Evers Haus, Hauptgebäude, Hintergebäude A46
No. 10 Klaas Süverkrop Wittwe, geb. Heinemann zu Amsterdam 1853: Friedrich Adolph Evers Haus und Hintergebäude
Ab 1862[6] gemeinsam Comp. 3, Nr. 9 u. 10 und ab 1872 als Am Delft 23 geführt.
1863-1872 Friedrich Adolph Evers Haus, Hauptgebäude, Hintergebäude A46
1872-1877 Friedr. A. Evers Johann Albers Haus und Zwischenbau, Hintergebäude A7
1877-1882 Johann Albers Haus, Zwischenbau, 1a. Hintergebäude, 2a. Hintergebäude A7
1882-1887 Johann Albers Haus, Zwischenbau, 1. Hintergeb., 2. Hintergeb. A7
1887-1892 Johann Albers Haus, Zwischenbau, 1. Hintergeb., 2. Hintergeb. A7
1890-1895 Johann Albers Haus, Zwischenbau, 1. Hintergeb., 2. Hintergeb. A7
1895-1900 Johann Albers Haus, Zwischenbau, 1. Hintergeb., 2. Hintergeb. A7
1900-1905 Johann Albers, Hotel zum weißen Hause Wohn- und Geschäftshaus, Zwischenbau, südwestl. Hintergebäudeanbau, nordwestl. Hintergebäudeanbau A21
1905-1910 Johann Albers, Hotel zum weißen Hause Wohn- und Geschäftshaus, Zwischenbau, südw. Hintergebäudeanbau, nordw. Hintergebäudeanbau, (1909) 2 südöstl. Balkons, 2 östl. Balkons, 2 nordöstl. Balkons A81
1910-1915 Johann Albers, Hotel zum weißen Hause 1911: Ludwig Scharff Wohn- und Geschäftshaus, Zwischenbau, südw. Hintergebäudeanbau, nordw. Hintergebäudeanbau, südöstl. Balkons, 2 östl. Balkons, nordöstl. Balkons A94
1914-1920 Ludwig Scharff, Hotel zum weißen Hause Wohn- und Geschäftshaus, Zwischenbau, südw. Hintergebäudeanbau, nordw. Hintergebäudeanbau, 2 südöstl. Balkons, 2 östl. Balkons, 2 nordöstl. Balkons A359
1918-1936 Ludwig Scharff, Hotel zum weißen Hause Wohn- und Geschäftshaus, Zwischenbau, südw. Hintergebäudeanbau, nordw. Hintergebäudeanbau, 2 südöstl. Balkons, 2 östl. Balkons, 2 nordöstl. Balkons A194
Adress- und Telefonbücher 1864-1941[7]
Jahr Bewohner und Eigentümer (E)
1864 Hotel „Zum weißen Hause“, F. A. Evers, Gastwirt
1866 Friedrich A. Evers, Gastwirt; Diedrich Janssen, Kellner
1867 Friedrich A. Evers, Gastwirt; Diedrich Janssen, Kellner
1877/78 Hotel „Weißes Haus“, Johann Albers, Gastwirt (vormals F. A. Evers)
1878/79 hinzu: Ernst Gerbes, Oberkellner
1880/81 Johann Albers, Gastwirt; Johann Dabelstein, Oberkellner; Wilhelm Peterssen, Kellner; G. Ernst, Hausknecht
1887 Johann Albers, Gastwirt (E); Gerhard Berends, Kellner; Johann Kühsel, Kellner; August Schöne, Kellner; Albert Broeren, Kellner
1890 Hotel „Weißes Haus“ (26 Zimmer, 36 Betten); Johann Albers, Gastwirt (E); Wilhelm Dockhorn, Oberkellner; G. W. Duin, Hausknecht; Conrad Jacobs, Hausknecht; Gerhard Behrends, Kellner
1897 Hotel „Zum Weißen Hause“, Johann Albers, Gastwirt; Wilhelm Schröder, Oberkellner; Emil Eckardt, Kellner; Rudolf Berner, Kellnerlehrling; Ernst Reuter, Kellnerlehrling; Adele Böschen, Köchin; Frl. Corinna Rabben; Hinrich Hinrichs, Hausknecht
1902 Hotel „Weißes Haus“, Johann Albers, Gastwirt; L. F. A. Schmegmann, Oberkellner; Adele Böschen, Kochmamsell; Corinna Rabben, Stütze der Hausfrau
1904 Johann Albers, Gastwirt; L. F. A. Schmegmann, Oberkellner; Adele Böschen, Kochmamsell; Corinna Rabben, Stütze der Hausfrau
1906/07 Johann Albers, Gastwirt; L. F. A. Schmegmann, Oberkellner; Adele Böschen, Kochmamsell; Corinna Rabben, Stütze der Hausfrau
1911 Hotel „Weißes Haus“, Ludwig Scharff (E); Otto Kutter, Kellner
1913/14 Hotel „Weißes Haus“, Ludwig Scharff, Hotelbesitzer (E)
1925 Hotel „Weißes Haus“; Wwe. Greta Scharff (E); Almuth Wiltvang; Wilhelmine Wiltfang; Fritz Schwabe, Oberkellner; Helga Riechers, Stütze; Berta Haken, Hausmädchen; Wilhelm Heintze, Bankdirektor; Karl Wilharm, Hausdiener; Antjeline Watermann, Küchenmädchen; Lina Ontyd, Köchin; Hedwig Schlömer, Zimmermädchen
1927 Hotel „Weißes Haus“; Wwe. Greta Scharff (E); Almuth Wiltfang; Wilhelmine Wiltfang; Karl Lauterbach, Oberkellner; Alfred Fromm, Kellner; Johann Weelborg, Hausdiener; Max Anders, Kellner; Karl Müller, Kellner
1934 Hotel „Weißes Haus“; Ludwig Scharff (E); Wwe. Greta Scharff; Almuth Wildfang, ohne Beruf; Antje Kuper, Zimmermädchen; Engeline Schmidt, Hausmädchen; Thomas Gerdes, Hoteldiener; Gerhardine Dik, Hausgehilfin; Thalea Zylmann, Hausgehilfin; Karl Lauterbach, Oberkellner; Werner Reinecke, Kellner; Wwe. Wilhelmine Heydenreich; Haus- und Grundbesitzerverein des Stadt- und Landkreises Emden e. V. in Emden
1937 Hotel „Weißes Haus“; Greta Scharff, Hotelbesitzerin; Wwe. Wilhelmine Heydenreich; Almuth Wildvang; Gerda Wiltvang; Karl Lauterbach, Oberkellner; Heinrich Möller, Kellner; Heinrich Garrels, Hoteldiener; Johanna Kölle, Küchengehilfin; Gertrud Abs, Küchengehilfin; Engeline Schmidt, Hausmädchen; Carl Renken, Oberbürgermeister; Harry Werbe, Fachstudiendirektor; Haus- und Grundbesitzerverein für Emden und Umgebung e. V. in Emden
1941 Hotel „Weißes Haus“ (Inhaberin Wwe. L. Scharff)[8]

Miszellen

  • Der älteste bekannte Giebelstein befand sich an dem Hause Am Delft 23 (Hotel zum weißen Hause) und ist jetzt in der nördlichen Seitenwand desselben eingemauert. Er trägt außer der Jahreszahl 1554 auf einem rautenförmigen Feld der Mitte einen bärtigen Kopf mit Barett und beiderseits Hausmarken.[9]
  • In einer Anzeige vom 16. Juli 1753 bot der Franzose Antonie Marconier in seinem Am Delft neu angelegten Weinhause, in der Preußischen Flagge genannt, Passagieren meublierte Zimmer zum Logieren, auch Ordinans-Tisch, Weine an. Marconier verkaufte seine Gaststätte im Jahre 1756 für 6.450 Gulden.
Wöchentliche Ostfriesische Anzeigen und Nachrichten, 16.07.1753
Wöchentliche Ostfriesische Anzeigen und Nachrichten, 16.07.1753
  • Der neue Besitzer erlaubte sich am 19. April 1756 in den Wöchentlichen Ostfriesischen Anzeigen und Nachrichten allen reisenden Herren und Kaufleuten bekannt zumachen, daß in seinem zu Emden stehenden Hause, woselbst vorhin zum Zeichen die Preußische Flagge, anjetz der Goldene Adler aushängt, ein jeder nach Standes Gebühr um einen billigen Preis logiret und bewirthet wird.
Wöchentliche Ostfriesische Anzeigen und Nachrichten, 19.04.1756
Wöchentliche Ostfriesische Anzeigen und Nachrichten, 19.04.1756
  • Um 1790 wechselte der Name ein weiteres Mal, seitdem hieß das Hotel Weißes Haus. 1908 wurde es durch einen modern ausgestatteten Neubau ersetzt.
  • 1847: Die Frau Wwe. J. A. Bödeker, geb. Lindegaard hieselbst, ist freiwillig entschlossen, das ihr gehörende am Delft Comp. 3 Nr. 10 stehende, ansehnliche Wohnhaus nebst hinten daran gränzendem Packhause an der grossen Deichstraße Comp. 3 Nr. 36, um Mai 1848 anzutreten zu verkaufen, - so wie das Packhaus "Lindeboom" an der kleinen Deichstraße in Comp. 1 Nr. 31, wobei zwei Kornböden zu vermieten.[10]
  • 1862-1938: Bau des Gasthauses "Weißes Haus", Am Delft 24 [sic!] mit Umbauten.[11]

Siehe auch

  1. FÜRBRINGER, Leo (1892): Die Stadt Emden in Gegenwart und Vergangenheit, Leer (Nachdr. 1974), S 153.
  2. Verein zur Förderung des Fremdenverkehrs (1906): Kurzer Ratgeber und Führer durch Emden, Schwalbe, Emden, S. 4.
  3. HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Bd. 1, Aurich.
  4. Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend, StadtA EMD II. 1366.
  5. Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
  6. Siehe Bauakte StadtA EMD BoA 1689.
  7. FELDMANN, Thomas/HARMS, Thorsten (†): Emder Häuserbuch, unveröffentlicht.
  8. Telefonbuch der Stadt Emden, 1941 (zit. nach: FELDMANN/HARMS: Emder Häuserbuch).
  9. SIEBERN, Heinrich (1927): Die Kunstdenkmäler der Stadt Emden (Nachdruck 1975), S. 208.
  10. Ostfriesische Zeitung Nr. 95, 1847 (zit. nach: FELDMANN/HARMS: Emder Häuserbuch) .
  11. StadtA EMD BoA 1689.