Am Delft 24

Aus Emden-Historisch
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Basisdaten
Altstadt
Kluft 1
Compagnie 3, Nr. 8
Wyk 1
Katasterkarte 1875
Flurkarte 20
Parzelle 124
Grundfläche 198 m²
Verlag W. Schwalbe (1911): Stadtplan Emden

Illustrationen

Eigentümer und Bewohner

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Kopfschatzung 1757[1]
  • NN Groos, Herbergierer, und Frau; 1 Kochmagd, 1 Knecht
Brandversicherungskataster 1754[2], 1768-1936[3]
Datum Eigentümer Nachfolger Art Bd./Bild
1754 Andreas Harrenstée Ein Wohnhaus
1808-1819 Swantje E. v. Santen J. H. Schwart Vrouw Huis A39
1819-1830 J. H. Swart Ehefrau Haus A50
1830-1841 J. H. Swart Ehefrau Haus A50
1841-1852 J. H. Swart Ehefrau J. H. Swart Erben Haus, Hintergebäude A48
1852-1863 J. H. Swart Erben Haus, Hintergebäude A46
1863-1872 J. H. Swart Erben Haus, Hintergebäude A46
1872-1877 Dr. med. Brinkmann Haus, Hintergebäude A7
1877-1882 Dr. med. Brinkmann Haus, Hintergebäude A7
1882-1887 Dr. med. Brinkmann 1887: Wilhelmine Brinkmann Haus, Hintergebäude A7
1887-1892 Wilhelmine Brinkmann Haus, Hintergeb. A7
1890-1895 Wilhelmine Brinkmann Haus, Hintergeb. A7
1895-1900 Wilhelmine Brinkmann Wohnhaus, Hintergebäude A7
1900-1905 Wilhelmine Brinkmann 1903: Johann Albers Wohnhaus, Abortanbau, Packhaus freist. A22
1905-1910 Johann Albers, Weinstube Wohnhaus, Abortanbau, Packhaus freist. A82
1910-1915 Johann Albers, Weinstube 1911: Ludwig Scharff Wohnhaus, Abortanbau A95
1914-1920 Ludwig Scharff, Weinstube Wohnhaus, Abortanbau A362
1918-1936 Ludwig Scharff, Weinstube Wohnhaus, Abortanbau A194
Adress- und Telefonbücher 1864-1941[4]
Jahr Bewohner und Eigentümer (E)
1864 J. Brinkmann, Steuereinnehmer a. D.; Dr. med. R. Brinkmann
1866 Julius Brinkmann, Hauptsteuereinnehmer a. D.; Dr. med. Reinh. Brinkmann
1867 Julius Brinkmann, Hauptsteuereinnehmer a. D.; Dr. med. Reinh. Brinkmann
1877/78 Dr. med. Reinhard J. Brinckmann; Wilhelmina Brinckmann
1880/81 Dr. med. Reinhard J. Brinckmann; Wilhelmina Brinckmann
1887 Wilhelmina Brinckmann, Partikulierin (E); Wwe. Antje Wessels
1890 Wilhelmine Brinckmann, Partikulierin (E); Ludhilde Riese, Gesellschafterin; Wwe. Antje Wessels
1897 Wilhelmine Brinkmann, Partikulierin
1941 Hermann Sott, Rechtsanwalt und Notar[5]

Miszellen

  • Das Haus Am Delft 24, dessen Erhaltung den Bemühungen der "Kunst" i. J. 1899 zu verdanken ist[6], das schönste der Gruppe, 6,15 m breit, unterscheidet sich weder im Aufbau der Fassade noch in den Einzelformen und dem Schmuck von dem vorhergehenden [= Alter Markt 14]. Doch sind die Verhältnisse günstiger; durch den gleichen Abstand der Säulen erhält die Architektur eine große Ruhe. Die Gliederungen des Giebels sind feiner zueinander abgewogen und reicher entwickelt die krönenden Aufsätze. Etwas schwächlich ist das Ornament der Friese hier wie dort, es liegt zu dünn und zart auf der Fläche gegenüber der kräftigen Schattenwirkung der Gesimse und Säulen, während der figürliche Schmuck eine geschickte Hand verrät.Besonders gut gelungen sind die aus Rundfeldern vortretenden bärtigen Männerköpfe in den Zwickeln des Giebeldreiecks. Dagegen steht wieder steif und unbeholfen der Bachusknabe in der Muschelnische der Bekrönung und hält mit der Rechten eine Traube empor. Straff ist die Haltung der Delfine, welche die Giebelschräge hinaufklimmen, wenig gefällig die Umrißlinie der kugeligen Vasen, welche auf dem Überstand des mittleren Horizontalgesimses Platz gefunden haben.[7]
  • 1899: Schreiben des Oberbürgermeisters Fürbringer an den Bremer Dombaumeister Ehrhardt über Bitte um fachmännische Unterstützung der Restaurierung des Renaissance-Giebels des früheren Brinkmannschen Hauses,
  • 1899/1901: Antrag des Magistrats beim Landesdirektorium der Provinz Hannover auf Beihilfe zur Finanzierung der Restaurierung des Renaissance-Giebels des früheren Brinkmannschen Hauses,
  • 1899: Verhandlungen des Magistrats mit der Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer wegen Beteiligung der Kunst an der Finanzierung der Restaurierung; Bericht über die Rettung des Brinkmann'schen Hauses in der Zeitschrift "Die Denkmalspflege",
  • 1899: Verhandlungen zwischen dem Magistrat und dem Hotelier Johann Albers über Erhalt des Renaissance-Giebels des früheren Brinkmannschen Hauses und Änderung der Umbaupläne seines Hotels "Zum Weißen Haus" gegen eine Unterstützung von 5.000 Mark,
  • 1900: Planzeichnung: Renaissance-Fassade des Brinkmann'schen Hauses.[8]

Siehe auch

  1. HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Bd. 1, Aurich.
  2. Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend, StadtA EMD II. 1366.
  3. Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
  4. FELDMANN, Thomas/HARMS, Thorsten (†): Emder Häuserbuch, unveröffentlicht.
  5. Telefonbuch der Stadt Emden, 1941 (zit. nach: FELDMANN/HARMS: Emder Häuserbuch).
  6. Siehe dazu: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 13-1899, S. 259.
  7. SIEBERN, Heinrich (1927): Die Kunstdenkmäler der Stadt Emden (Nachdruck 1975), S. 202-203.
  8. StadtA EMD IV 02235.