Neutorstraße 29
Aus Emden-Historisch
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| Basisdaten |
|---|
| Mittelfaldern |
| Kluft 3 |
| Compagnie 6, Nr. 15 |
| Wyk 4 |
| Katasterkarte 1875 |
| Flurkarte 22 |
| Parzelle 293 |
| Grundfläche 139 m² |
Illustrationen
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W. ter Vehn Eisenwaren
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Nr. 29
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Nr. 29 (Siebern, S. 196)
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(re) Nr. 27/28 (vor d. Rathaus),
(li) ab Nr. 29
Eigentümer und Bewohner
[] | []
| Kopfschatzung 1757[1] |
|---|
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| Brandversicherungskataster 1754[2], 1768-1936[3] | ||||
|---|---|---|---|---|
| Datum | Eigentümer | Nachfolger | Art | Bd./Bild |
| 1754 | H. T. Brinckema | Ein Wohnhaus | ||
| 1808-1819 | J. Heydeke | Huis | A85 | |
| 1819-1830 | J. Heydeck | Haus | A106 | |
| 1830-1841 | J. Heydeck | Haus | A104 | |
| 1841-1852 | J. Heydeck | Lambertus Heyl | Haus | A101 |
| 1852-1863 | Lambertus Heyl | Franz Heyl | Haus, Angebäude | A101 |
| 1863-1872 | Franz Heyl | Haus, Angebäude | A100 | |
| 1872-1877 | Franz Heyl | Haus, Angebäude | B49 | |
| 1877-1882 | Franz Heyl | Haus, Angebäude | B49 | |
| 1882-1887 | Franz Heyl | 1886: Willem C. ter Vehn | Haus, Angebäude | B50 |
| 1887-1892 | Willem C. ter Vehn | Haus, Angebäude | B101 | |
| 1890-1895 | Willem C. ter Vehn | Haus, Angebäude | B92 | |
| 1895-1900 | Willem C. ter Vehn | Haus, Angebäude | B124 | |
| 1900-1905 | Willem C. ter Vehn, Eisenwarenhandlung | Wohn- und Geschäftshaus, westl. Anbau | C18 | |
| 1905-1910 | Willem C. ter Vehn, Eisenwarenhandlung | Wohn- und Geschäftshaus, westl. Anbau | C163 | |
| 1914-1920 | Willem C. ter Vehn, Eisenwarenhandlg. | Wohn- und Geschäftshaus, Anbau | F23 | |
| 1918-1936 | Willem C. ter Vehn, Eisenwarenhandlg. | Wohn- und Geschäftshaus, Anbau | F19 | |
| Adress- und Telefonbücher 1864-1941[4] | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Bewohner und Eigentümer (E) | |||
| 1864 | F. Heyl, Kaufmann; Alfred Russell, Kommissionär | |||
| 1866 | Franz Heyl, Grossist | |||
| 1867 | Franz Heyl, Grossist | |||
| 1877/78 | Firma Nordseefischerei Franz Heyl, Fisch-, Wild- und Geflügelhandlung; Franz Heyl, Grossist; Theodor Benter, Handlungsgehilfe [Abgang 1878/79] | |||
| 1878/79 | hinzu: Lambert Heyl, Handlungsgehilfe | |||
| 1880/81 | Franz Heyl, Grossist; Calaminus, Redakteur der Emder Zeitung; Schepker, Premierleutnant | |||
| 1887 | Willem ter Vehn, Eisenhändler (E); Heinrich Akkermann, Handlungsgehilfe; Max Meyer, Regierungsbaumeister | |||
| 1890 | Willem ter Vehn, Eisenhändler (E); Gerhard Röben, Handlungsgehilfe | |||
| 1897 | Eisenwarenhandlung W. ter Vehn, Willem ter Vehn, Eisenwarenhändler; Fritz Schulz, Handlungslehrling; Wilhelm Weyerts, Handlungsgehilfe | |||
| 1902 | Eisenwarenhandlung W. ter Vehn; Willem ter Vehn, Kaufmann | |||
| 1904 | Willem ter Vehn, Kaufmann | |||
| 1906/07 | Willem ter Vehn, Kaufmann | |||
| 1911 | Willem ter Vehn, Eisenwarenhändler (E); Marie ter Vehn, Klavierlehrerin; Arnold Müller, Handlungsgehilfe; Zigarrenhandlung Carl Weltmann & Co. | |||
| 1913/14 | Willem ter Vehn, Eisenwarenhändler (E); Marie ter Vehn, Klavierlehrerin; Carl Weltmann & Co., Zigarrenhandlung | |||
| 1925 | Wwe. Katharine ter Vehn, Eisenwarenhandlung (E); Marie ter Vehn, Musiklehrerin; Firma Carl Weltmann & Co., Zigarrenhandlung; Martha ter Vehn, Klavierlehrerin; Helene ter Vehn | |||
| 1927 | Wwe. Katharine ter Vehn, Eisenwarenhandlung (E); Elise ter Vehn, Privatlehrerin; Marie ter Vehn, Musiklehrerin; Firma Carl Weltmann & Co., Zigarrenhandlung; Firma Emil Knie, elektrotechnisches Geschäft (wohnt Klunderburgstraße 8); Martha ter Vehn, Klavierlehrerin; Helene ter Vehn | |||
| 1934 | Carl Weltmann & Co., Zigarrenhandlung (Geschäftsführer: Stavermann); Emil Knie, elektrotechnische Bedarfsartikel; Helene ter Vehn, ohne Beruf; Elise ter Vehn, Privatlehrerin; Marta ter Vehn, Klavierlehrerin | |||
| 1937 | C. Weltmann & Co., Zigarrengeschäft; Franz Blumowski, Kaufmann, Textileinzelhändler; Hermine Meyer, ohne Beruf; Marta ter Vehn, Klavierlehrerin; Elise ter Vehn, wissenschaftliche Privatlehrerin | |||
Miszellen
- Das prächtige nach drei Seiten freiliegende Haus mit zwei stattlichen Giebeln und einem schlanken Dacherker auf der Langseite ist im Jahre 1578 von Dirk Bart, dem Bruder des Greetsieler Drosten Hans Baert erbaut worden. Zwei hohe und ein niedriges Geschoß. Unter den Fenstern des letzteren ist ein dreiteiliges Gurtgesims eingefügt. Der Giebel baut sich in drei Staffeln auf, durch gleiche Gesimse voneinander getrennt, die aber in der äußeren, in Schwungstücken ausgehenden Begrenzung nochmals abgetreppt erscheinen. Ein flacher Dreieckgiebel mit umgekehrter Muschel im Giebelfeld bildet die Bekrönung. Die Fenster der unteren beiden Geschosse waren ursprünglich durch Kreuzpfosten geteilt, wie aus der Anordnung der Sandsteinbänder noch festgestellt werden kann. Auf die absonderliche Form der Entlastungen ist bereits hingewiesen worden. Die Schlußsteine tragen stilisierte Männer- und Löwenköpfe. Der aus vertieften Dreiecken bestehende Flächenschmuck der übrigen Quader kehrt wieder an den Schwungstücken und Schnecken des Giebels, die daneben noch mit Löwenköpfen verziert sind. Die Eckvorlagen an der Giebelschulter sind mit Beschlagornament, dem eine Hausmarke eingefügt ist, bedeckt und werden von kräftigen Löwenkopfkonsolen abgefangen. Der Giebel der Rückseite trägt im Fries über dem obersten Geschoß die Jahreszahl 1578. - Das die Rinne deckende Hauptgesims an der jetzt verputzten, dem Rathausplatz zugewandten Langseite wird nicht ursprünglich sein, während umgekehrt das Gurtgesims unter dem obersten Geschoß, das jetzt gleich hinter der Eckverkröpfung der Giebel stumpf abgeschnitten ist, vermutlich an der Langseite weiterlief. Der in zwei Geschossen aufsteigende Dacherker mit zwei in Schwungstücken ausgehenden Giebelstaffeln wird durch den dahinter im Dachfirst austretenden schweren Schornsteinkopf, eine spätere Zutat, in seiner Wirkung stark beeinträchtigt.[5]
- Beim Rathhausbau waren nach mündlicher Ueberlieferung verschiedene Materialien, als Balken, Backsteine, Sandsteine und figürlicher Schmuck, übrig geblieben, wahrscheinlich infolge Einschränkung des ursprünglichen Thurmbau-Projekts, aus welchen drei Häuser gegenüber dem Rathhause, Neuthorstrasse 29, der Nordseite gegenüber (das ehemalige Heil'sche, jetzt ter Vehn'sche Haus), [...] gebaut worden sein sollen.[6]
- 1895: Einbau eines Ladens im Haus des Kaufmanns W. ter Vehn an der Neutorstraße 29,
- Umbau des Hauses, 1890 / 1901 / 1911 / 1936,
- 1939: Schutz des als historisch wertvoll eingestuften Gebäudes.[7]
Siehe auch
- ↑ HINRICHS, Wiard (2010): Kopfschatzung 1757, Bd. 1, Aurich.
- ↑ Catastrum 1754 der Feuer-Societät die Stadt Embden betreffend, StadtA EMD II. 1366.
- ↑ Brandversicherungskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse von 1768–1937.
- ↑ FELDMANN, Thomas/HARMS, Thorsten (†): Emder Häuserbuch, unveröffentlicht.
- ↑ SIEBERN, Heinrich (1927): Die Kunstdenkmäler der Stadt Emden (Nachdruck 1975), S. 228.
- ↑ FÜRBRINGER, Leo (1892): Die Stadt Emden in Gegenwart und Vergangenheit, Leer (Nachdr. 1974), S 59-60.
- ↑ StadtA EMD BoA 2691
- ↑ Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 2-1875, S. 122. und Bd. 7-1910, S. 362.
- ↑ v.d. Linde, Benjamin (2016): Das Leibregiment der friesischen Statthalter, Berlin, S. 81-82.

