Kategorie:Befestigung & Bewachung
Seit dem Mittelalter war die Stadt Emden durch Wälle und Gräben landseitig, sowie durch Mauern und Palisaden zur Ems hin geschützt.
Die älteste bekannte Stadtansicht von 1575 aus dem Werk "Civitates Orbis Terrarum" von Georg Braun (1541-1622) und Franz Hogenberg (1535-1590) zeigt Emden zu einer Zeit, als die Stadt aus der Altstadt und Mittelfaldern bestand. Die in der Befestigung mit umschlossenen Dörfer Groß- und Kleinfaldern wurden erst nach der Emder Revolution von 1595 offiziell eingegliedert.
Obwohl bereits auf dem Plan von 1575 erste modernere Bastionen bei den beiden Faldern sichtbar sind, erfolgte der entscheidende Ausbau der Befestigungsanlagen erst nach 1595. Mit niederländischer Unterstützung wurde ein ringförmiger Wall nach modernsten Festungsprinzipien mit Bastionen und Brustwehr errichtet, der dabei auch die nördliche Stadterweiterung befestigte.

Siehe auch
- LINDE, Benjamin van der: Der Emder Wall und die niederländische Garnison. In: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 97-2017, S. 55-85.
- KAPPELHOFF, Bernd (1994): Emden als quasiautonome Stadtrepublik 1611 bis 1749. In: Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. XI., Leer, S. 6-14.
- SIEBERN, Heinrich (1927): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 6, H. 1 u. 2: Stadt Emden, Hannover, S. 252-270.
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